«Sou­ve­rä­ne Schweiz»

Finanz und Wirtschaft - - SCHWEIZ - MA­RI­AN­NE WÜ­TH­RICH,

FuW Nr. 40 vom 26. Mai Pe­ter Morf fasst die Haupt­ar­gu­men­te ge­gen den EU-Bei­tritt der Schweiz kurz und klar zu­sam­men: Die di­rekt­de­mo­kra­ti­sche und fö­de­ra­lis­ti­sche Staats­struk­tur ist mit dem un­de­mo­kra­ti­schen und zen­tra­lis­ti­schen Rie­sen­ge­bil­de EU nicht ver­ein­bar. Den Fran­ken will wohl kaum je­mand zu­guns­ten des wack­li­gen Eu­ros auf­ge­ben, und der Er­satz der di­rek­ten Bun­des­steu­er durch ei­ne Mehr­wert­steu­er von 15% wä­re höchst un­so­zi­al, wür­den doch die ein­kom­mens­schwa­chen Haus­hal­te da­durch über­mäs­sig be­las­tet. Lei­der gibt es un­ge­ach­tet die­ser Fül­le von Ge­gen­grün­den ei­ne gan­ze An­zahl von Po­li­ti­ke­rin­nen und Po­li­ti­kern, die un­ver­dros­sen den EU-Bei­tritt an­stre­ben. An­ge­sichts des zu er­war­ten­den mas­si­ven An­stiegs der in­di­rek­ten Steu­ern ist es be­son­ders be­fremd­lich, dass die SP-Ge­schäfts­lei­tung im neu­en Ent­wurf ih­res Par­tei­pro­gramms so­wie in ih­rer «Eu­ro­pa­po­li­ti­schen Agen­da» hart­nä­ckig am EU-Bei­tritts­ziel fest­hält. Er­klä­ren kann man sich dies wohl nur da­mit, dass ei­ni­ge der Par­tei­ka­der und der Par­la­men­ta­ri­er sich ei­nen ein­fluss­rei­chen und reich do­tier­ten Stuhl in der Brüs­se­ler Zen­tra­le er­hof­fen dürf­ten.

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