Stim­mung ist schlecht

WAR­RANTS

Finanz und Wirtschaft - - WARRANTS/EUREX - EFG FI­NAN­CI­AL PRO­DUCTS

Der Ju­ni ist nicht bes­ser ge­star­tet, als der Mai auf­ge­hört hat. Sor­gen um die Staats­schul­den in Eu­ro­pa und den Kon­junk­tur­ver­lauf hin­ter­las­sen deut­li­che Spu­ren an den Ak­ti­en­märk­ten. Die Stim­mung ist ähn­lich schlecht wie im Früh­jahr 2009.

Nach ei­nem ne­ga­ti­ven Wo­chen­start reich­ten er­mu­ti­gen­de Wirt­schafts­da­ten, um den stark über­ver­kauf­ten Markt zu ei­ner Er­ho­lung zu zwin­gen. Den Bais­siers ging die Luft aus, und zö­ger­li­che Haus­siers kehr­ten zu­rück – al­ler­dings nur, bis der Eu­ro am Frei­tag­nach­mit­tag wie­der deut­lich fiel und die Ak­ti­en mit­riss.

Die im­pli­zi­ten Volatilitäten der Ak­ti­en­märk­te deu­te­ten schon am Di­ens­tag auf ei­ne Er­ho­lung hin. Das Ner­vo­si­täts­ba­ro­me­ter stieg nur noch un­ter­durch­schnitt­lich und blieb deut­lich un­ter dem Ni­veau vom Mai. Mit der Er­ho­lung der Ak­ti­en­märk­te in der zwei­ten Wo­chen­hälf­te kam die im­pli­zi­te Vo­la­ti­li­tät wei­ter un­ter Druck, sie stieg al­ler­dings am Frei­tag scharf an.

Am War­rants-Markt nutz­ten An­le­ger die schnell wech­seln­den Be­din­gun­gen, um Po­si­tio­nen an­zu­pas­sen. Das In­ter­es­se rich­te­te sich auf Ind­ex­pro­duk­te, Blue Chips und Wäh­run­gen. Die gröss­ten Vo­lu­men be­zo­gen sich auf den SMI (KSMIL), den Dax (KDAZG) und un­ter den Wäh­run­gen auf den Dol­lar-Eu­ro-Wech­sel­kurs (EEUSL). Von den Blue Chips stan­den Nest­lé (NESZZ, NESZV), ABB (ABBCB, ABCDJ) und No­var­tis (NOZKN) im Mit­tel­punkt.

Tran­so­ce­an setz­te sich für ein­mal gut in Sze­ne. Dank der Auf­nah­me in den SMI am 21. Ju­ni ver­buch­ten di­ver­se War­rants (RIGEK) und Mi­ni-Fu­tures (SRIGC) statt­li­che Ge­win­ne und Vo­lu­men. Da­ge­gen fällt Swiss Li­fe aus dem In­dex her­aus, die Ti­tel fie­len mehr als der Markt. Die War­rants SLHDJ ver­zeich­ne­ten ei­nen ho­hen Um­satz. Bri­tish Pe­tro­le­um (BP) er­hol­ten sich ein we­nig, ob­wohl sich die Ana­lys­ten ge­gen­sei­tig mit im­mer hö­he­ren Scha­den­schät­zun­gen über­tra­fen. Im kras­sen Ge­gen­satz da­zu stieg al­ler­dings die im­pli­zi­te Vo­la­ti­li­tät des Ti­tels von 40 auf über 60%. Das lässt er­ah­nen, wo die nächs­te Be­we­gung hin­geht.

Un­ter den struk­tu­rier­ten Pro­duk­ten steht der Pro­dukt­typ Worst-of Bar­ri­er Re­ver­se Con­ver­ti­ble im Mit­tel­punkt. Die­ser Markt ent­wi­ckelt sich stän­dig in klei­nen Schrit­ten wei­ter. EFG Fi­nan­ci­al Pro­ducts bie­tet neu­er­dings Callable Worst-of Bar­ri­er Re­ver­se Con­ver­ti­ble an. Das Pro­dukt bie­tet dem An­le­ger im Ver­gleich zu klas­si­schen Re­ver­se Con­ver­ti­bles ei­nen hö­he­ren Cou­pon. Im Ge­gen­zug hat die Emit­ten­tin das Recht, je­weils zum En­de je­des Quar­tals das Pro­dukt zu 100% zu­züg­lich der ent­spre­chen­den Cou­pon­zah­lung für die ver­gan­ge­nen Quar­ta­le zu til­gen.

Ge­fragt wa­ren auch ka­pi­tal­ge­schütz­te Pro­duk­te auf den SMI (CPSMI). OC Oer­li­kon ( JKOEL) war nach der Ka­pi­tal­er­hö­hung ein ge­such­ter Ba­sis­wert für Re­ver­se Con­ver­ti­bles.

Meist­ge­han­del­te War­rants und Zer­ti­fi­ka­te

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