«Asi­en hat viel Po­ten­zi­al»

Finanz und Wirtschaft - - VORDERSEITE - AL­BERT M. BA­EH­NY IN­TER­VIEW: PE­TER MORF

Herr Ba­eh­ny, Ge­be­rit hat En­de Mai ei­nen neu­en Asi­en-Haupt­sitz in Schang­hai er­öff­net. Wel­che stra­te­gi­sche Be­deu­tung hat die­ser Schritt für Ge­be­rit? Wir un­ter­strei­chen mit die­ser lang­fris­ti­gen In­ves­ti­ti­on die Be­deu­tung und das Po­ten­zi­al der Re­gi­on Asi­en/Pa­zi­fik für Ge­be­rit. Mit der In­fra­struk­tur wol­len wir auch die lo­ka­le Pro­dukt­ent­wick­lung und die Pro­duk­ti­on ver­stär­ken und den Mit­ar­bei­tern mo­der­ne Ar­beits­plät­ze zur Ver­fü­gung stel­len.

Hat Ge­be­rit Asi­en nicht et­was spät als Wachs­tums­re­gi­on ent­deckt? Nein, wir sind dort seit fünf­zehn Jah­ren prä­sent und ha­ben uns kon­se­quent und Schritt für Schritt ent­wi­ckelt. Das or­ga­ni­sche Wachs­tum in Asi­en be­trug zwi­schen 2004 und 2008 jähr­lich 30%. Der neue Sitz ist die Fort­set­zung un­se­rer Ex­pan­si­ons­stra­te­gie der letz­ten Jah­re.

In In­di­en ist das Un­ter­neh­men noch kaum prä­sent. Wir sind in In­di­en seit vie­len Jah­ren mit ei­nem Ex­klu­si­v­a­gen­ten im Markt. Wir ha­ben ihn im De­zem­ber 2009 über­nom­men und ver­stär­ken nun un­se­re lo­ka­le Sa­le­sund Mar­ke­ting-Or­ga­ni­sa­ti­on.

Die deut­sche Re­gie­rung hat ein mas­si­ves Spar­pro­gramm an­ge­kün­digt. Wie weit ist Ge­be­rit da­von be­trof­fen? Es ist zu früh, um über kon­kre­te Aus­wir­kun­gen zu spe­ku­lie­ren.

Wei­te­re EU-Län­der ha­ben Pro­ble­me mit der Staats­ver­schul­dung. Wo könn­te das für Ge­be­rit zum Pro­blem wer­den? Im All­ge­mei­nen ist si­cher zu sa­gen, dass die Staats­ver­schul­dung ei­nen Ein­fluss auf die Bau­wirt­schaft ha­ben wird. Wahr­schein­lich wer­den die In­ves­ti­tio­nen im öf­fent­li­chen Be­reich be­son­ders da­von be­trof­fen sein.

Lei­det Ge­be­rit am tie­fen Eu­ro, oder pro­fi­tiert sie gar da­von? We­der noch. Das Pro­blem ist der ne­ga­ti­ve Wäh­rungs­ein­fluss auf den in Fran­ken aus­ge­wie­se­nen Um­satz. We­gen der sub­stan­zi­el­len Kos­ten­ba­sis in Eu­ro ver­fü­gen wir al­ler­dings über ei­ne na­tür­li­che Wäh­rungs­ab­si­che­rung.

Sie ha­ben für 2010 ei­ne zu­rück­hal­ten­de Markt­ent­wick­lung pro­gnos­ti­ziert. Hat sich das bis­her be­stä­tigt? Wir ge­ben kei­ne Kom­men­ta­re zum Ge­schäfts­ver­lauf zwi­schen den Quar­tals­ver­öf­fent­li­chun­gen ab. Des­we­gen kann ich nur wie­der­ho­len, was wir bei der Pu­bli­ka­ti­on zum ers­ten Quar­tal ge­sagt ha­ben. Ei­ne Er­ho­lung der Bau­wirt­schaft ist nicht vor 2011 zu er­war­ten.

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