Ar­beit ge­sucht

Finanz und Wirtschaft - - BÖRSEN NEW YORK - JB

Die schwa­chen Ar­beits­markt­da­ten vom Frei­tag ha­ben die In­ves­to­ren ver­un­si­chert. Ei­ne Auf­mun­te­rung durch US-No­ten­bank­chef Ben Bernan­ke am Mon­tag­abend half auch nicht we­sent­lich wei­ter: Die Bör­se New York er­öff­ne­te am Di­ens­tag freund­lich, dreh­te aber ins Mi­nus, als Ana­lys­ten die Aus­füh­run­gen des Wäh­rungs­hü­ters ge­nau­er un­ter die Lu­pe nah­men. Bernan­ke hat­te an ei­nem Din­ner in Washington ge­sagt, die ame­ri­ka­ni­sche Wirt­schaft wer­de trotz der Stö­run­gen aus Eu­ro­pa nicht in die Re­zes­si­on zu­rück­fal­len. «Ich den­ke, der Auf­schwung setzt sich fort», sag­te er und er­gänz­te: «Aber er wird sich nicht kräf­tig an­füh­len».

Zins­er­hö­hung droht von fern

Die No­ten­bank hofft, dass die Pri­vat­wirt­schaft – die Kon­su­men­ten und die Un­ter­neh­men – künf­tig mit we­ni­ger mas­si­ven An­kur­be­lungs­mass­nah­men sei­tens des Staa­tes aus­kommt. Auf die Fra­ge, wann das Fe­deral Re­ser­ve (Fed) die Zin­sen er­hö­hen wer­de, be­merk­te Fed-Chef Bernan­ke scherz­haft «in der Zu­kunft». Die meis­ten Öko­no­men ge­hen zur­zeit da­von aus, dass es erst nächs­tes Jahr so­weit sein wird.

Das Ge­sche­hen am US-Ar­beits­markt und die da­mit syn­chro­ni­sier­te Zins­po­li­tik dürf­ten wei­ter­hin den Takt am Ak­ti­en­markt vor­ge­ben. Vor die­sem Hin­ter­grund stim­men die Re­sul­ta­te der jüngs­ten, vier­tel­jähr­lich statt­fin­den­den Be­schäf­ti­gungs­um­fra­ge von Man­power zu­ver­sicht­lich.

Man­power sieht Bes­se­rung

Der Tem­po­r­ä­r­ar­beits­kon­zern be­frag­te gut 18000 US-Ar­beit­ge­ber über ih­re Be­schäf­ti­gungs­aus­sich­ten für das drit­te Quar­tal 2010. 18% sag­ten, sie wür­den in den drei Mo­na­ten bis En­de Sep­tem­ber zu­sätz­li­ches Per­so­nal ein­stel­len, 8% der Be­frag­ten er­war­ten da­ge­gen ei­nen Rück­gang der Be­leg­schaft. Der Net­towert für das Be­schäf­ti­gungs­ba­ro­me­ter be­trägt so­mit 10%. Den sai­son­be­rei­nig­ten Trend­wert be­zif­fert Man­power auf 6% (sie­he Gra­fik). In ei­ner zwei­ten Um­fra­ge er­mit­tel­te der Kon­zern die Be­schäf­ti­gungs­aus­sich­ten in der üb­ri­gen Welt. In den Emer­ging Mar­kets und in den gros­sen eu­ro­päi­schen Volks­wirt­schaf­ten (Deutsch­land, Frank­reich, Gross­bri­tan­ni­en) sei­en die Aus­sich­ten güns­tig, nicht aber in Ita­li­en, Ir­land, Spa­ni­en und Grie­chen­land.

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