Vor­ga­ben aus Über­see ver­un­si­chern

SYD­NEY Schwä­cher – Ge­rüch­te um Na­tio­nal Aus­tra­lia Bank – Bie­ter­kreis um He­alth­scope lich­tet sich

Finanz und Wirtschaft - - BÖRSEN ÜBERSEE - UW

Schlech­te Vor­ga­ben aus Über­see drück­ten den All Or­di­na­ries (–0,8% auf 4401,2) in der ver­gan­ge­nen Be­richts­pe­ri­ode er­neut ins Mi­nus. Am Di­ens­tag setz­te er zur leich­ten Er­ho­lung an.

Berg­bau­wer­te wie BHP Bil­li­ton (–3,1% auf 37.02 aus­tr. $) und Rio Tin­to (–0,2% auf 66.75 aus­tr. $) san­ken. Die De­bat­te um die Ein­füh­rung ei­ner Ge­winn­steu­er für Roh­stoff­kon­zer­ne wirkt wei­ter­hin de­sta­bi­li­sie­rend. Die Ge­gen­wehr der Res­sour­cen­in­dus­trie zeigt je­doch Wir­kung: Sie ver­un­si­chert die Märk­te und er­höht den Druck auf die Re­gie­rung, die Steu­er­plä­ne zu kip­pen. Die Angst­kam­pa­gne der Roh­stoff­rie­sen ist ge­mäss neus­ten Um­fra­gen mit­ver­ant­wort­lich, dass die Re­gie­rung von Pre­mier­mi­nis­ter Ke­vin Rudd die Macht ver­lie­ren wür­de, wenn zum jet­zi­gen Zeit- punkt Wah­len ab­ge­hal­ten wür­den. Aus­tra­li­ens Berg­bau­kon­zer­ne war­nen seit Wo­chen, dass die Ge­winn­steu­er In­ves­ti­ti­ons­pro­jek­te in Mil­li­ar­den­hö­he und Tau­sen­de von Ar­beits­plät­zen ge­fähr­den könn­ten. Ei­ni­ge Ge­sell­schaf­ten ha­ben die­se et­was gar über­trie­be­ne Ein­schät­zung mitt­ler­wei­le re­vi­diert.

Can­ber­ra hat­te die Plä­ne zur 40%-Ge­winn­steu­er für die Res­sour­cen­in­dus­trie im Mai be­kannt­ge­ge­ben. Seit­her hat der aus­tra­li­sche Res­sour­cen­sek­tor 12% sei­nes Bör­sen­werts ein­ge­büsst. Die neue Steu­er soll das bis­he­ri­ge Ab­ga­ben­sys­tem weit­ge­hend er­set­zen und ab ei­nem Ge­winn­plus von 6% zum Tra­gen kom­men.

De­fen­si­ve Wer­te wa­ren ge­fragt. Das kam un­ter an­de­rem den Ti­teln des Hör­ge­rä­te­her­stel­lers Coch­le­ar (+1,2% auf 74.60 aus­tr. $) so­wie je­nen des Spi­tal­be­trei­bers Ram­say He­alth Ca­re (+4,4% auf 14.86 aus­tr. $) zu­gu­te. Am Mon­tag wur­de be­kannt, dass sich Tenet He­alth­ca­re aus dem Bie­ter­wett­be­werb um Aus­tra­li­ens zweit­gröss­ten Kran­ken­haus­be­trei­ber He­alth­scope (–2,4% auf 5.44 aus­tr. $) zu­rück­ge­zo­gen hat. Ver­gan­ge­ne Wo­che hat­te die US-Ge­sell­schaft noch ih­re Of­fer­te über 1,84 Mrd. aus­tr. $ be­stä­tigt. Ana­lys­ten von J. P. Mor­gan ga­ben dar­auf­hin zu be­den­ken, dass Tenet für den Kauf Kre­di­te auf­neh­men müss­te. Bis­her ha­ben die US-Be­tei­li­gungs­ge­sell­schaft Kohl­berg Kra­vis Ro­berts und ein Kon­sor­ti­um um Car­lyle, TPG und Blacks­to­ne für He­alth­scope ge­bo­ten.

Na­tio­nal Aus­tra­lia Bank (NAB, –1% auf 24.10 aus­tr. $) soll Ge­rüch­ten zu­fol­ge aus dem Bie­ter­wett­be­werb um die 318 bri­ti­schen Fi­lia­len der Roy­al Bank of Scot­land aus­ge­schie­den sein. Die bri­ti­sche Zei­tung «Sun­day Ti­mes» will aus­ser­dem wis­sen, dass die spa­ni­sche BBVA nun ein Kauf­an­ge­bot für die bri­ti­schen As­sets der NAB vor­be­rei­te. Die Of­fer­te be­wer­te die bri­ti­schen Töch­ter der Aus­tra­li­er, Cly­des­da­le und York­shire, mit 2 Mrd.£.

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