«Steu­er-Opi­um fürs Volk»

Finanz und Wirtschaft - - PODIUM - RU­BY SCHMIDHÄUSLER

FuW Nr. 42 vom 2. Ju­ni Den Leit­ar­ti­kel von Prof. Coc­ca fin­de ich gran­di­os. Ers­tens setzt sich Herr Coc­ca äus­serst ge­konnt mit dem Be­griff «Spe­ku­la­ti­on» aus­ein­an­der. Zwei­tens brand­markt er die Po­li­ti­ker vor­züg­lich. Die Idee, dass ei­ne Wirt­schafts­uni­on auf lan­ge Frist ei­ne po­li­ti­sche Uni­on schafft, ist ir­re­füh­rend. Un­ter­schie­de – ge­sell­schaft­lich und wirt­schaft­lich – in Eu­ro­pa sind viel zu gross, als dass man ei­ne Uni­on kre­ieren kann, die die­sen Na­men auch ver­dient. Das Pro­jekt ist lang­fris­tig zum Schei­tern ver­ur­teilt.

Das Volk soll­te sich nicht er­wi­schen las­sen von sol­chen «Sand-in-die-Au­genS­treu­ern». Stel­len wir uns doch ein­mal die Fra­ge: Wenn es kei­ne CDS gä­be, wer gä­be den Sü­d­eu­ro­pä­ern dann noch Geld – die Chi­ne­sen? Wahr­schein­lich nicht ein­mal die. Dank den CDS hat­te Grie­chen­land Zu­gang zum Markt, und erst noch zu un­rea­lis­ti­schen Be­din­gun­gen. Dan­ke, Markt, dass du end­lich ein­greifst! Wir brau­chen ei­nen Spie­gel, der uns die Rea­li­tät vor Au­gen führt.

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