Hon­du­ras

Finanz und Wirtschaft - - AUSLAND - SB,

Zwar hat Hon­du­ras mit Por­firio Lo­bo wie­der ei­nen de­mo­kra­tisch le­gi­ti­mier­ten Prä­si­den­ten. Doch bei sei­ner Wahl im ver­gan­ge­nen No­vem­ber wur­de das Land noch von Ro­ber­to Mi­che­let­ti be­herrscht. Er war fünf Mo­na­te zu­vor an die Macht ge­kom­men, nach­dem das Mi­li­tär den lin­ken Prä­si­den­ten Ma­nu­el Ze­la­ya ge­stürzt hat­te. Die Wah­len fan­den al­so un­ter ei­nem Putsch-Re­gime statt. Des­halb ha­ben in­ner­halb Latein­ame­ri­kas ein­zig die zen­tral­ame­ri­ka­ni­schen Staa­ten mit Aus­nah­me Ni­ca­ra­gu­as so­wie die kon­ser­va­tiv re­gier­ten Län­der Ko­lum­bi­en und Pe­ru die neue Re­gie­rung an­er­kannt; aus der Or­ga­ni­sa­ti­on Ame­ri­ka­ni­scher Staa­ten bleibt Hon­du­ras ver­bannt. Als wä­re dies nicht ent­mu­ti­gend ge­nug, steckt das Land auch mit­ten in ei­ner aku­ten Wirt­schafts­kri­se. Schät­zun­gen zu­fol­ge hat der Staats­streich mehr als 5 Mrd. $ – fast ein Sechs­tel der jähr­li­chen Wirt­schafts­leis­tung – ge­kos­tet, weil Ex­por­te und Tou­ris­mus ein­bra­chen und in­ter­na­tio­na­le Hilfs­gel­der aus­blie­ben. Die wich­tigs­ten Ex­port­gü­ter Hon­du­ras’ sind Tex­ti­li­en und Agrar­gü­ter wie Kaf­fee und Ba­na­nen. Mit Ab­stand wich­tigs­ter Han­dels­part­ner – 62% der Ex­por­te – sind die USA. Im lau­fen­den Jahr dürf­te das BIP von Hon­du­ras um ge­ra­de 2% wach­sen – das ent­spricht dem tiefs­ten Wert in ganz Latein­ame­ri­ka.

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