Kon­su­men­ten sind knaus­rig

Finanz und Wirtschaft - - BÖRSEN NEW YORK - JB,

Der De­tail­han­dels­um­satz im Mai hat die Er­war­tun­gen ent­täuscht. Ame­ri­kas Kon­su­men­ten ha­ben erst­mals seit Sep­tem­ber den Gür­tel wie­der en­ger ge­schnallt. Der Pri­vat­kon­sum macht in den USA rund 70% des Brut­to­in­land­pro­dukts aus, so­mit ist die Nach­richt ein schlech­tes Omen für die Ge­samt­kon­junk­tur. Der Rück­gang be­trug sai­son­be­rei­nigt 1,2%, nach­dem der De­tail­han­dels­um­satz im April um 0,6% zu­ge­legt hat­te. Wie der Sta­tis­tik des Han­dels­mi­nis­te­ri­ums zu ent­neh­men ist, schlug im Mai vor al­lem die Flau­te im Au­to­han­del ne­ga­tiv zu Bu­che. Klam­mert man die be­son­ders zy­kli­schen Seg­men­te Au­to­um­satz, Benz­in­ver­brauch und Heim­wer­ker­be­darf aus, er­gibt sich ein et­was güns­ti­ge­res Bild: Der Kern­de­tail­han­dels­um­satz sta­gnier­te mit ei­ner Mo­nats­ra­te von +0,1% (vgl. Gra­fik).

Charles Plos­ser, Chef der Fe­deral Re­ser­ve Bank of Phil­adel­phia, sag­te am Frei­tag, die De­tail­han­dels­zah­len wür­den un­ter­strei­chen, dass der Kon­sum nur ei­ne schwa­che Kon­junk­tur­stüt­ze sei. We­gen der ho­hen Ar­beits­lo­sig­keit und des be­schei­de­nen Lohn­wachs­tums sei von den Ver­brau­chern kein gros­ser Bei­trag zum Auf­schwung zu er­war­ten.

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