Mi­cro­soft

Finanz und Wirtschaft - - BÖRSEN ÜBERSEE - MAN IN­VEST­MENTS

Seit An­fang Ju­ni wur­den – trotz ei­nem aus­ser­or­dent­lich vo­la­ti­len Um­feld – ei­ni­ge in­ter­es­san­te Neu­emis­sio­nen am ame­ri­ka­ni­schen Wan­del­an­lei­hen­markt pla­ziert. In der ers­ten Ju­ni­wo­che gab der be­reits be­kann­te Emit­tent Xi­linx, ein füh­ren­der Halb­lei­ter­pro­du­zent, ei­nen Wand­ler über 520 Mio. $ plus ei­nem Gre­en­s­hoe von 80 Mio.$ aus. Die sie­ben­jäh­ri­ge An­lei­he be­sitzt ein Ra­ting von BBB– und wur­de mit ei­nem Cou­pon von 25⁄ 8% so­wie ei­ner Wan­del­prä­mie von 20% fi­xiert (Isin: US983919AE19). We­der der Schuld­ner noch die Gläu­bi­ger ha­ben das Recht auf die früh­zei­ti­ge Rück­zah­lung der Emis­si­on. Zu­sätz­lich ver­fügt die An­lei­he über das so­ge­nann­te Con­tin­gent Con­ver­si­on Fea­tu­re. Es be­deu­tet, dass die Wan­del­an­lei­he nur in Ak­ti­en ge­wan­delt wer­den kann, wenn der Ak­ti­en­kurs wäh­rend ei­ner ge­wis­sen Pe­ri­ode über 130% des Wan­del­prei­ses han­delt. Soll­te das Un­ter­neh­men in Zu­kunft die Di­vi­den­den­aus­schüt­tun­gen er­hö­hen, wird der Wan­del­an­lei­hengläu­bi­ger durch die An­pas­sung der Wan­del­be­din­gun­gen ent­schä­digt. Der Ti­tel wird ak­tiv, mo­men­tan leicht un­ter pa­ri, ge­han­delt.

Ver­gan­ge­nen Di­ens­tag be­glück­te der ame­ri­ka­ni­sche Soft­ware­gi­gant Mi­cro­soft die Markt­teil­neh­mer mit ei­ner drei­jäh­ri­gen Wan­del­an­lei­he über ein Vo­lu­men von 1,15 Mrd. $ plus ei­nem Gre­en­s­hoe von 100 Mio.$, der be­reits aus­ge­übt wur­de. Die Prä­mie des zins­lo­sen Wand­lers wur­de auf 33% fest­ge­legt (Isin: US594918AE49). Auch hier feh­len die Rech­te für bei­de Par­tei­en zur früh­zei­ti­gen Rück­zah­lung. Und wie bei Xi­linx ist auch die An­lei­he von Mi­cro­soft mit dem im ame­ri­ka­ni­schen Markt oft ge­brauch­ten Con­tin­gent Con­ver­si­on Fea­tu­re so­wie dem er­wähn­ten Di­vi­den­den­schutz aus­ge­stat­tet. Die Ge­sell­schaft mit Un­ter­neh­mens­sitz in Red­mond, dem USBun­des­staat Washington, ist ei­ne der we­ni­gen, die über ei­ne her­vor­ra­gen­de Bo­ni­tät – Moo­dy’s und Stan­dard & Poor’s ver­lei­hen ein Triple-A – ver­fü­gen. Da sich in den letz­ten Jah­ren die durch­schnitt­li­che Kre­dit­qua­li­tät et­was re­du­ziert hat, ist das ei­ne will­kom­me­ne An­lei­he am Markt. Man kann auch da­von aus­ge­hen, dass auf­grund der Grös­se und Qua­li­tät das Pa­pier in der Bench­mark stark ver­tre­ten sein wird. Der Ti­tel wird sehr re­ge et­was un­ter pa­ri ge­han­delt. Die Wan­del­an­lei­he ist ei­ne ve­ri­ta­ble Al­ter­na­ti­ve zu ei­nem Di­rek­t­en­ga­ge­ment in die Ak­tie des ame­ri­ka­ni­schen Soft­ware­gi­gan­ten.

Bei­de An­lei­hen wur­den un­ter der USGe­setz­ge­bungs­re­gel 144A aus­ge­ge­ben, die Ein­schrän­kun­gen für den Ver­trieb der An­lei­hen be­deu­ten. Die Händ­ler dür­fen die Pa­pie­re nur an so­ge­nann­te qua­li­fi­zier­te in­sti­tu­tio­nel­le In­ves­to­ren (Qua­li­fied In­sti­tu­tio­nal Buy­er, QIB) ver­äus­sern. Auf­grund die­ser Re­strik­ti­on drängt sich da­her ei­ne Fonds­lö­sung auf.

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