Li­be­ra­li­sie­rung be­währt sich

Finanz und Wirtschaft - - IN KÜRZE -

Die Öff­nung des Ar­beits­markts be­son­ders ge­gen­über den EU-Län­dern im Rah­men der Per­so­nen­frei­zü­gig­keit be­währt sich. Die­ser vom kürz­lich pu­bli­zier­ten 6. Ob­ser­va­to­ri­ums­be­richt zu den Aus­wir­kun­gen der Per­so­nen­frei­zü­gig­keit ge­zo­ge­ne Schluss (vgl. FuW Nr. 41 vom 29. Mai) wird von zwei im Auf­trag des Staats­se­kre­ta­ri­ats für Wirt­schaft er­stell­ten Stu­di­en be­stä­tigt. Die ei­ne be­schäf­tigt sich mit der Fra­ge, wie weit die Im­port­kon­kur­renz die Ar­beits­lo­sen­ra­te un­ter den nied­rig qua­li­fi­zier­ten Ar­beits­kräf­ten be­ein­flusst hat. Sie kommt zum Schluss, dass nied­rig Qua­li­fi­zier­te zwar ei­nem hö­he­ren Ri­si­ko der Ar­beits­lo­sig­keit aus­ge­setzt sind. Es ist aber we­ni­ger auf den Im­port als eben auf die Qua­li­fi­ka­ti­on der Ar­beits­kräf­te selbst zu­rück­zu­füh­ren. Die zwei­te Stu­die be­fasst sich mit den Aus­wir­kun­gen der Im­mi­gra­ti­on auf die Löh­ne. Die Ein­wan­de­rung hat dem­nach ei­ne eher aus­glei­chen­de Wir­kung auf die Lohn­ver­tei­lung. Die mehr­heit­lich hoch qua­li­fi­zier­te Zu­wan­de­rung der ver­gan­ge­nen Jah­re hat für ge­ring und mit­tel qua­li­fi­zier­te Ar­beits­kräf­te eher po­si­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf die Löh­ne. Gleich­zei­tig dämpft sie we­gen des grös­se­ren An­ge­bots die Lohn­ent­wick­lung im Be­reich der hoch qua­li­fi­zier­ten Ar­beits­kräf­te.

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