Ré­my setzt auf hö­he­re Prei­se

Sta­gnie­ren­der Kon­zern­ge­winn

Finanz und Wirtschaft - - AUSLAND - GW, Paris

Der fran­zö­si­sche Spi­ri­tuo­sen­kon­zern Ré­my Co­in­treau wird durch hö­he­re Wer­be­kos­ten und die Re­struk­tu­rie­rung sei­ner Cham­pa­gnerSpar­te be­las­tet. So stieg der Ge­winn im Ge­schäfts­jahr 2009/10 (En­de März) le­dig­lich um 0,2 Mio. auf 86,3 Mio. € und ver­fehl­te da­mit die Er­war­tun­gen der Ana­lys­ten. Ré­my hat­te auf Preis­er­hö­hun­gen von durch­schnitt­lich 7 bis 10% ge­setzt, um der Kri­se zu ent­kom­men; der Um­satz er­höh­te sich da­her um 13% auf 808 Mio. €.

Zu­zu­schrei­ben ist das vor al­lem der Co­gnac-Spar­te. In Län­dern wie Ko­rea und Me­xi­ko er­höh­te der Kon­zern die Prei­se gar um 60%. Er will die Preis­er­hö­hun­gen in die­sem Ge­schäfts­jahr fort­set­zen. Sie sol­len aber we­ni­ger stark aus­fal­len als im Vor­jahr. Im Be­reich Li­kö­re und Spi­ri­tuo­sen muss­te Ré­my Co­in­treau ei­nen Rück­gang der ver­kauf­ten Vo­lu­men um 5,8% hin­neh­men, was aber durch die Preis­er­hö­hun­gen aus­ge­gli­chen wur­de. Der Vo­lu­men­schwund be­grün­det sich vor al­lem mit der Kri­se in Grie­chen­land, dem gröss­ten Markt für die haus­ei­ge­ne Mar­ke Me­ta­xa.

Im Cham­pa­gner-Ge­schäft senk­te die Grup­pe die Prei­se um 7 bis 8 € pro Fla­sche, um den Ver­brau­chern den ed­len Schaum­wein wie­der schmack­haft zu ma­chen. Ob­wohl die ver­kauf­ten Vo­lu­men wie­der das Ni­veau vor der Kri­se er­reicht ha­ben, er­litt die Spar­te we­gen ho­her Re­struk­tu­rie­rungs­kos­ten ei­nen Ver­lust von 4 Mio. €. Aus An­le­ger­sicht dürf­te sich ein Neu­ein­stieg (KGV von 19,5) erst loh­nen, wenn ein nach­hal­ti­ger Wirt­schafts­auf­schwung er­kenn­bar ist. Erst dann dürf­te die Nach­fra­ge nach hoch­prei­si­gen Spi­ri­tuo­sen wie­der das frü­he­re Ni­veau er­rei­chen.

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