No­var­tis-San­doz gut po­si­tio­niert

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Der welt­weit zweit­gröss­te Ge­ne­ri­kaan­bie­ter stammt aus Ba­sel und ge­hört ei­nem tra­di­tio­nel­len Phar­ma­kon­zern. San­doz, Ge­ne­ri­ka­toch­ter von No­var­tis, er­ziel­te 2009 ei­nen Um­satz von 7,5 Mrd. $ und ei­ne Be­triebs­ge­winn­mar­ge auf be­rei­nig­ter Ba­sis von 18,6%. Da­mit trug San­doz 12% zum Kon­zern­be­triebs­ge­winn von No­var­tis bei. San­doz bie­tet ei­ne brei­te Pa­let­te an Ge­ne­ri­kaMe­di­ka­men­ten an. Rund zwei Drit­tel des Um­sat­zes wer­den mit Stan­dard­prä­pa­ra­ten er­zielt, de­ren Prei­se pro Jahr durch­schnitt­lich 10% zu­rück­ge­hen. Das hält den Druck hoch, die Pro­duk­ti­ons­men­gen lau­fend zu stei­gern und Kos­ten zu sen­ken, um so ef­fi­zi­en­ter zu wer­den. Der Kon­kur­renz-und Pro­duk­ti­vi­täts­druck führt teil­wei­se zu ver­blüf­fen­den Kon­stel­la­tio­nen: So hat et­wa San­doz im April 2010 ein Ge­ne­ri­kum zum Blut­druck­sen­ker Co­zaar (ein Mil­li­ar­den­sel­ler von Merck USA) auf den Markt ge­bracht und in­nert sechs Wo­chen 40% Markt­an­teil er­gat­tert. Das Prä­pa­rat wird aber nach wie vor von Merck pro­du­ziert. Auf die­se Wei­se kann San­doz, dank Hil­fe­stel­lung des Ori­gi­nal­her­stel­lers, Kon­kur­rent Te­va, der Co­zaar-Ko­pi­en ge­mäss US-Ge­setz­ge­bung ei­gent­lich wäh­rend ei­nes hal­ben Jah­res ex­klu­siv ver­mark­ten könn­te, gleich von An­fang an Pa­ro­li bie­ten.

Ei­ne zwei­te Stra­te­gie, um dem Com­mo­di­ti­sie­rungs­druck aus­zu­wei­chen, bie­ten hö­her­wer­ti­ge Ge­ne­ri­ka wie Bio­si­mi­lars, Impf­stof­fe und spe­zi­el­le Dar­rei­chungs­for­men. San­doz hat als ers­tes Un­ter­neh­men in Eu­ro­pa (2006) Ka­na­da und Ja­pan (2009) ein Bio­si­mi­lar auf den Markt ge­bracht und hat der­zeit drei sol­cher Prä­pa­ra­te im Ver­trieb.

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