Deut­li­cher Rück­gang der Vo­la­ti­li­tät

IM­PLI­ZI­TE VOLATILITÄTEN Spar­pa­ket be­las­tet – Chi­nas Ex­port­zah­len be­flü­geln

Finanz und Wirtschaft - - WARRANTS/EUREX - MAR­KUS BÄCHTOLD

Seit Mit­te Mai be­we­gen sich die Ak­ti­en­märk­te in ei­ner Band­brei­te von +/–5%, die zu­neh­mend fra­gi­ler wirkt. Ein Aus­bruch scheint je­der­zeit mög­lich – so­wohl nach oben als auch nach un­ten.

Die Vo­la­ti­li­tät (Kurs­schwan­kung) an den in­ter­na­tio­na­len Ak­ti­en­märk­ten ist seit Mitt­woch wie­der deut­lich ge­fal­len. Der VSMI, der Vo­la­ti­li­täts­in­dex auf den SMI, fiel in den letz­ten drei Han­dels­ta­gen 18% von 25,1 auf 20,5% und nä­hert sich in klei­nen Schrit­ten dem Durch­schnitt der letz­ten zwölf Mo­na­te von 19,9%.

Die deut­sche Bun­des­re­gie­rung hat ein mil­li­ar­den­schwe­res Spar­pa­ket an­ge­kün- digt, was den deut­schen Ak­ti­en­markt zwi­schen­zeit­lich be­las­tet hat. Bis 2014 soll die Re­kord­sum­me von mehr als 80 Mrd. € ein­ge­spart wer­den. Un­ter an­de­rem plant die Bun­des­re­gie­rung die Ein­füh­rung ei­ner Brenn­ele­ment-Steu­er, wor­auf die Pa­pie­re von Eon und RWE mit Ab­ga­ben re­agier­ten. Wei­te­re ge­plan­te Mass­nah­men wie ei­ne Luft­ver­kehrs­ab­ga­be be­las­te­ten die Ti­tel der Flug­ge­sell­schaf­ten. Jähr­lich soll da­durch 1 Mrd. € in die deut­sche Staats­kas­se flies­sen.

Wie all­ge­mein er­war­tet, be­liess die Eu­ro­päi­sche Zen­tral­bank in ih­rer Sit­zung vom Don­ners­tag den Haupt­re­fi­nan­zie-

Im­pli­zi­te Vo­la­ti­li­tät rungs­satz der Eu­ro­zo­ne auf 1,0%. Ge­trie­ben durch die star­ken Ex­port­zah­len von Chi­na über­sprang der Dow Jo­nes In­dus­tri­al am Don­ners­tag schon zum Auf­takt die Mar­ke von 10 000 und no­tier­te zum Bör­sen­schluss 2,8% hö­her auf 10172 Punk­ten. Für die Eu­pho­rie wur­de haupt­säch­lich die of­fi­zi­el­le Be­stä­ti­gung des schon am Vor­tag durch­ge­si­cker­ten Wachs­tums der chi­ne­si­schen Ex­por­te ver­ant­wort­lich ge­macht.

Chi­nas Aus­fuh­ren sind im Mai im Vor­jah­res­ver­gleich 48,5% ge­stie­gen und ha­ben er­neut Hoff­nun­gen auf ei­ne Er­ho­lung der Welt­wirt­schaft ge­nährt. Das war die höchs­te Zu­nah­me seit mehr als sechs Jah­ren. Den­noch sind vie­le An­le­ger im­mer noch ver­un­si­chert. Das Tau­zie­hen zwi­schen der Angst über ei­ne Aus­wei­tung der Schul­den­kri­se im Eu­ro­raum und der Hoff­nung, die welt­wei­te kon­junk­tu­rel­le La­ge hel­le sich wei­ter auf, dürf­te auch wäh­rend der nächs­ten Wo­chen an­hal­ten.

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