Al­ter­na­ti­ven

Finanz und Wirtschaft - - BÖR­SEN ÜBER­SEE - EM­CO­RE AS­SET MA­NAGE­MENT

Die Ri­si­ko­bud­gets vie­ler in­sti­tu­tio­nel­ler In­ves­to­ren sind an­ge­spannt. Das ver­meint­lich pro­zy­kli­sche Re­gel­werk führt zur Über­ge­wich­tung von An­lei­hen im Porte­feuille. Al­ter­na­ti­ve An­la­ge­mög­lich­kei­ten ha­ben sich durch die Schul­den­kri­se wei­ter ein­ge­grenzt. Emer­ging-Mar­ke­tBonds stel­len teil­wei­se ei­ne Al­ter­na­ti­ve dar, um die tech­nisch be­nö­tig­te Ren­di­te zu er­rei­chen. Den­noch be­ste­hen Zins-, Kre­dit­auf­schlag-und Lauf­zei­t­ri­si­ken, was die Su­che nach Al­ter­na­ti­ven in der Wie­der­ver­an­la­gung bei Fäl­lig­keit von Ob­li­ga­tio­nen­an­la­gen ver­stärkt. Zu­dem ste­hen all­fäl­li­ge Cre­dit-Spre­ad-Ri­si­ken von Staats­und Un­ter­neh­mens­an­lei­hen, die in der li­qui­di­täts­be­ding­ten Ral­ly am Ka­pi­tal­markt zu teu­ren Kon­di­tio­nen er­wor­ben wur­den, heu­te auf dem Prüf­stein.

Wie so oft in Kri­sen nei­gen vie­le Markt­teil­neh­mer zur Über­re­ak­ti­on, was sich in den ge­stie­ge­nen Markt­vo­la­ti­li­tä­ten der letz­ten Wo­chen äus­sert. Dass sich die Fi­nanz­welt in na­her Zu­kunft neu ord­nen muss, neue pro­zy­kli­sche Re­geln fol­gen und vor­erst grös­se­re Markt­schwan­kun­gen an der Ta­ges­ord­nung sein wer­den, deckt sich mit der ak­tu­el­len Er­war­tungs­hal­tung vie­ler In­ves­to­ren. Das Di­ver­si­fi­ka­ti­ons­be­stre­ben vie­ler An­le­ger er­staunt da­her kaum. Ge­ra­de im Wan­del­an­lei­hen­markt ist es zu er­ken­nen. Wur­den im letz­ten Jahr noch ver­mehrt die dy­na­mi­schen und op­por­tu­nis­ti­schen Wand­ler­stra­te­gi­en ver­an­lagt, ver­zeich­nen heu­te je­ne Ma­na­ger den gröss­ten Zuf­luss an Neu­geld, die ei­nen stra­te­gi­schen An­satz ver­fol­gen.

Sie zeich­nen sich durch ihr kon­stan­tes Ri­si­ko­pro­fil aus, das über ei­nen ge­sam­ten Bör­sen­zy­klus hin­weg ei­ne Out­per­for­mance fast schon ga­ran­tiert. Um mit Wan­del­an­lei­hen ei­nen sol­chen Mehr­wert ge­gen­über ei­nem Ob­li­ga­tio­nen­porte­feuille er­zie­len zu kön­nen, ist die Fo­kus­sie­rung auf die asym­me­tri­sche Par­ti­zi­pa­ti­on zum Ak­ti­en­markt von zen­tra­ler Be­deu­tung. Die­ser asym­me­tri­sche Cha­rak­ter ist nur im In­vest­ment-Gra­de-Seg­ment vor­han­den, da ei­ne sta­bi­le Bond­kom­po­nen­te die un­ver­zicht­ba­re Ba­sis hier­für ist.

Als Emit­ten­ten von Wan­del­an­lei­hen tre­ten zu­neh­mend Ge­sell­schaf­ten mit sta­bi­len Bi­lan­zen di­rekt an den Ka­pi­tal­markt. Es ist die di­rek­te Fol­ge des Ge­sund­schrump­fens der Bi­lanz­sum­men bei den Ban­ken. Die­ser Trend von Un­ter­neh­men, Wan­del­an­lei­hen ver­mehrt als Bi­lanz­struk­tu­rie­rungs­in­stru­ment zu emit­tie­ren, wird in Zu­kunft an­hal­ten und für ein reich­li­ches An­ge­bot von Wan­del­an­lei­hen mit aus­ge­wo­ge­nem Ri­si­ko-Ren­di­te-Pro­fil sor­gen. Die Emis­si­on von Mi­cro­soft letz­te Wo­che oder die Pla­nungs­ar­bei­ten bei Volks­wa­gen zur Emis­si­on ei­ner Wan­del­an­lei­he un­ter­strei­chen die­se Ent­wick­lung. Sie spie­len vor al­lem Ma­na­gern mit ei­ner stra­te­gi­schen Aus­rich­tung in die Hän­de.

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