Ak­ti­en fah­ren Vor­wärts­kurs

Finanz und Wirtschaft - - SCHWEIZ - GA

Der Wä­sche­her­stel­ler Ca­li­da führt zwei Mar­ken, de­ren Er­folg 2009 grund­ver­schie­den aus­ge­fal­len ist. Die Stamm­mar­ke Ca­li­da wirt­schaf­te­te auch in der Re­zes­si­on recht er­folg­reich. Die Be­triebs­mar­ge be­trug re­kord­ho­he 16,2%, die mit ei­nem knapp ge­hal­te­nen Um­satz er­wirt­schaf­tet wur­den. Der 2005 er­wor­be­ne fran­zö­si­sche Des­sou­s­pro­du­zent Au­ba­de ent­täusch­te er­neut. Der har­zi­ge Ge­schäfts­gang (–7,5% Um­satz) mach­te ei­ne Wert­be­rich­ti­gung von 47 Mio. Fr. not­wen­dig. Zu­dem fie­len 13 Mio. Fr. Re­struk­tu­rie­rungs­kos­ten an.

Seit Jah­res­be­ginn zei­gen Um­satz und Ge­winn bei­der Mar­ken auf­wärts. In den ei­ge­nen Ca­li­da-und Au­ba­de-Lä­den lie­gen die Wachs­tums­ra­ten im zwei­stel­li­gen Pro­zent­be­reich im Ver­gleich zum Vor­jahr. Da ein Gross­teil der Kos­ten in Eu­ro an­fällt, hat des­sen Schwä­che eher ei­ne stüt­zen­de Wir­kung auf die Er­trags­kraft. Nach der teu­ren Au­ba­de-In­te­gra­ti­on hat in­ter­nes Wachs­tum Vor­rang. Die Ex­pan­si­on von Ca­li­daund Au­ba­de-Lä­den wird die­ses Jahr for­ciert. Ca­li­da soll be­son­ders in Deutsch­land wach­sen, Au­ba­de in Eu­ro­pa aus­ser­halb von Frank­reich. Als No­vum wird Ca­li­da ab Au­gust auch ei­ne klei­ne Pull­over­kol­lek­ti­on für Da­men füh­ren. Ak­qui­si­tio­nen sind nicht aus­ge­schlos­sen, doch liegt die Mess­lat­te hoch (vgl. In­ter­view).

Die Ca­li­da-Ak­ti­en sind seit der Bi­lanz­pres­se­kon­fe­renz En­de Fe­bru­ar fast 40% avan­ciert und ha­ben die jüngs­te Bör­sen­kor­rek­tur schad­los über­stan­den. Den Va­lo­ren dürf­te die über­zeu­gen­de ope­ra­ti­ve Leis­tung Auf­trieb ver­lie­hen ha­ben. Auch half die Aus­sicht, dass das Sor­gen­kind Au­ba­de nach der Re­struk­tu­rie­rung das Zeug da­zu hat, ei­ne er­trags­kräf­ti­ge Ein­heit der Grup­pe zu wer­den. Wir sind mit un­se­rer Ge­winn­schät­zung von 30 Fr. je Ti­tel für das lau­fen­de Jahr eher auf der vor­sich­ti­gen Sei­te. Das Kurs-Ge­winn-Ver­hält­nis 15 er­scheint da­her nicht über­mäs­sig hoch. Ein Han­di­cap ist der ge­rin­ge Streu­be­sitz von nur knapp 40%. Den Rest hal­ten die Ak­tio­närs­grup­pe Fa­mi­lie Kel­len­ber­ger (36%) und Nicolas Ma­thys (27,3%).

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