Stim­mung in Ja­pan hellt sich auf

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Ja­pan hat mal wie­der ei­nen neu­en Pre­mier­mi­nis­ter. Mit dem Ex-Fi­nanz­mi­nis­ter Nao­to trat ein Mann an die Spit­ze, der als Ver­fech­ter ei­nes schwä­che­ren Yen gilt. Das sind gu­te Nach­rich­ten für die Bör­se, denn ein zu fes­ter Yen be­las­te­te die Ex­port­in­dus­trie. Die Bank of Ja­pan folgt dem Re­gie­rungs­wunsch nach ei­ner schwä­che­ren Wäh­rung und hält ih­re Leit­zin­sen wei­ter­hin auf ei­nem Mi­ni­mum. Zu­sätz­lich stellt sie ein Pa­ket von 33 Mrd.$ für güns­ti­ge Un­ter­neh­mens­kre­di­te be­reit.

Aus Sicht der Bör­se sind auch an­de­re Mel­dun­gen po­si­tiv zu wer­ten. So kann sich das Wirt­schafts­wachs­tum durch­aus se­hen las­sen. Im ers­ten Quar­tal wuchs Ja­pans Wirt­schaft an­nua­li­siert um 5% zum Vor­quar­tal. Die Aus­sich­ten schei­nen er­freu­lich zu sein, nahm doch im Ma­schi­nen­bau der Auf­trags­ein­gang – ein wich­ti­ger Vor­lau­fin­di­ka­tor für die Ex­port­in­dus­trie – im April um 4% zum Vor­mo­nat zu.

Die Ge­winn­aus­sich­ten der Un­ter­neh­men ha­ben sich deut­lich ver­bes­sert: Gab es im ver­gan­ge­nen Jahr Über­schüs­se nur durch Kos­ten­sen­kun­gen, so hat sich die Si­tua­ti­on in­zwi­schen so ge­bes­sert, dass es erst­mals seit drei Jah­ren wach­sen­de Um­sät­ze sind, die zu deut­lich hö­he­ren Ge­win­nen füh­ren soll­ten. So­wohl die Stim­mung un­ter den Gross­un­ter­neh­men als auch der Früh­in­di­ka­tor, der aus meh­re­ren Kom­po­nen­ten be­ste­hen­de Co­in­ci­dent Com­po­si­te In­dex (CCI), er­höh­ten sich im April si­gni­fi­kant.

Dass Ja­pans Wirt­schaft der­zeit schnel­ler wächst als die USA und die EU, ist dem Struk­tur­wan­del der ver­gan­ge­nen zehn Jah­re und der geo­gra­fi­schen Nä­he zu den auf­stre­ben­den Märk­ten Asi­ens zu ver­dan­ken. Be­reits 55% al­ler Ex­por­te ge-

Fa­vo­ri­sier­te Ti­tel hen ins üb­ri­ge Asi­en, die meis­ten da­von nach Chi­na, das die USA als wich­tigs­ten Ab­neh­mer ja­pa­ni­scher Pro­duk­te längst über­run­det hat. Zahl­rei­che Un­ter­neh­men er­zie­len ih­re höchs­ten Ge­winn­mar­gen auf dem chi­ne­si­schen Markt. Doch auch vom Bin­nen­markt kom­men gu­te Nach­rich­ten. So stie­gen die Kon­sum­aus­ga­ben trotz der rück­läu­fi­gen Preis­ent­wick­lung seit An­fang 2009 deut­lich.

Die Fül­le der po­si­ti­ven Wirt­schafts­mel­dun­gen soll­te sich güns­tig auf die Bör­sen­ent­wick­lung aus­wir­ken. Auch wenn der To­pix mit ei­nem ge­schätz­ten Kurs-Ge­winn-Ver­hält­nis für 2010/11 von 17 auf den ers­ten Blick nicht son­der­lich güns­tig ist, so hat er mit ei­nem Quo­ti­en­ten von 1,06 das nied­rigs­te Kur­sBuch­wert-Ver­hält­nis un­ter den zehn gröss­ten Märk­ten der Welt. Das macht Ja­pan für in­ter­na­tio­na­le In­ves­to­ren noch in­ter­es­san­ter, zu­mal in vie­len Port­fo­li­os Ja­pan un­ter­ge­wich­tet ist.

Die Aus­wahl an Ak­ti­en­fonds und an­de­ren Sam­mel­ge­fäs­sen ist gross. Der Fi­de­li­ty Funds – Ja­pan Advantage Fund setzt auf Gross­un­ter­neh­men mit viel Sub­stanz, wes­halb das Port­fo­lio eher de­fen­siv aus­ge­rich­tet ist.

Der Gold­man Sachs Ja­pan Small Cap Port­fo­lio – JPY Sha­re in­ves­tiert in klei­ne und mitt­le­re Un­ter­neh­men, wo­bei die Sek­to­ren In­dus­trie und IT do­mi­nie­ren. Das Port­fo­lio ist sehr breit ge­streut.

Das Ja­pan Select Cer­ti­fi­ca­te in­ves­tiert in 21 aus­ge­wähl­te Ak­ti­en aus 15 Sek­to­ren. Durch die aus­ge­wo­ge­ne Di­ver­si­fi­ka­ti­on wird das in­ter­es­san­te Ren­di­teRi­si­ko-Pro­fil des ja­pa­ni­schen Mark­tes gut ab­ge­deckt

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