Tief­zins­po­li­tik wird fort­ge­setzt

Finanz und Wirtschaft - - BÖRSEN NEW YORK - STM

Der US-Kon­su­men­ten­preis­in­dex (CPI) ist im Mai um 0,2% ge­fal­len. Das viel be­ach­te­te Mass für die In­fla­ti­on er­leb­te da­mit den gröss­ten Rück­gang seit De­zem­ber 2008, wie das Ar­beits­mi­nis­te­ri­um am Don­ners­tag be­kannt­gab. Die sin­ken­den Ener­gie­prei­se – sie sind im Mai 2,9% ge­fal­len – sind die Ur­sa­che für die Ent­wick­lung. Oh­ne Ener­gie und Le­bens­mit­tel wä­re der Preis des Wa­ren­korbs um 0,1% ge­stie­gen.

Ob­wohl die Prei­se be­reits im April 0,1% zu­rück­gin­gen, se­hen Öko­no­men kei­ne An­zei­chen für ei­ne De­fla­ti­on. Auch ei­ne In­fla­ti­on muss nicht be­fürch­tet wer­den. Im Ver­gleich zum Vor­jahr stieg der Preis­in­dex 2%. Da­mit be­fin­det er sich im Ziel­be­reich der No­ten­bank. Die noch im­mer ho­he Ar­beits­lo­sig­keit drückt die Löh­ne und dämpft des­halb die In­fla­ti­ons­ängs­te.

Es gibt so­mit im Mo­ment kei­ne An­zei­chen da­für, dass das Fed die Tief­zins­stra­te­gie an­passt. Auch die schwä­cheln­de Wirt­schafts­er­ho­lung (vgl. Börsenbericht) lässt dar­auf schlies­sen, dass beim an­ste­hen­den Tref­fen des Fe­deral Open Mar­ket Com­mit­tee vom 22./23. Ju­ni die Zin­sen un­ver­än­dert blei­ben wer­den. Öko­no­men pro­gnos­ti­zie­ren, das Fed wer­de erst im nächs­ten Jahr oder gar 2012 von die­ser Po­li­tik ab­kom­men.

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