Hen­der­son Land in der Pflicht

HONG­KONG Früh­in­di­ka­tor aus Chi­na sti­mu­liert – Gold­wind ver­schiebt Pu­bli­kums­öff­nung

Finanz und Wirtschaft - - BÖRSEN ÜBERSEE - AS­SET MA­NAGE­MENT CON­SUL­TING

An­zei­chen, dass Chi­nas Wirt­schaft wei­ter ro­bust un­ter­wegs ist, lies­sen die Sor­gen der An­le­ger in Hong­kong be­tref­fend die Schul­den­pro­ble­me in Eu­ro­pa in den Hin­ter­grund tre­ten. Der Hang-Seng-In­dex stieg im Wo­chen­ver­gleich 2,1% auf 20 286,71. Ein Früh­in­di­ka­tor für Chi­na stieg im April so kräf­tig wie seit vier­zehn Mo­na­ten nicht mehr. Für den An­stieg war vor al­lem der Bau­sek­tor ver­ant­wort­lich. Al­ler­dings war bei den Ex­port­auf­trä­gen und der Kon­su­men­ten­er­war­tung ei­ne Ab­schwä­chung zu be­ob­ach­ten. Dies sind wich­ti­ge Fak­to­ren, die das Wachs­tum künf­tig ab­küh­len könn­ten. Un­ter­neh­men wie Chi­na Re­sour­ces En­ter­pri­se (+2,7%), die 87% des Um­sat­zes auf dem Fest­land er­zie­len, stan­den auf der Ge­win­ner­sei­te.

War­nen­de Stim­men wa­ren der­weil wie­der ein­mal von Chi­nas Ban­ken­auf­sicht zur Im­mo­bi­li­en­bran­che zu hö­ren. Die Auf­sicht macht hö­he­re Kre­dit­ri­si­ken aus und warn­te nach den ra­san­ten Preis­stei­ge­run­gen in den ver­gan­ge­nen Mo­na­ten vor ei­nem An­stieg not­lei­den­der Kre­di­te. In Hong­kong schei­nen die Mass­nah­men der Re­gie­rung ge­gen ei­ne Spe­ku­la­ti­ons­bla­se am Im­mo­bi­li­en­markt zu grei­fen. So ge­riet Hen­der­son Land De­ve­lop­ment (–0,9%) ins Vi­sier der Be­hör­den, weil der ge­plan­te Ver­kauf von Lu­xusapart­ments an der 39 Con­du­it Road in Hong­kongs Be­zirk Mid-Le­vels end­gül­tig ge­schei­tert ist. Von den 24 Woh­nun­gen wur­den nur vier ge­baut und ver­kauft, zwan­zig Käu­fer er­klär­ten sich für in­sol­vent und zo­gen sich vor­zei­tig aus ih­ren Ver­trä­gen zu­rück. Ein wei­te­res an­ge­bo­te­nes Apart­ment hät­te ei­nen welt­wei­ten Re­kord­preis von 439 Mio. $ ein­brin­gen sol­len. Hong­kongs Re­gie­rung will be­son­ders zu die­sem Pres­ti­ge­pro­jekt nä­he­re In­for­ma­tio­nen und ob ge­gen die neu­en Ver­kaufs­richt­li­ni­en ver­stos­sen wur­de.

Die Tur­bu­len­zen an den glo­ba­len Fi­nanz­märk­ten ha­ben Spu­ren bei den ge­plan­ten IPO in der Ci­ty hin­ter­las­sen. Der Wind­tur­bi­nen­her­stel­ler Xin­jiang Gold­wind Sci­ence & Tech­no­lo­gy hat we­gen zu ge­rin­ger Nach­fra­ge von Pri­vat­in­ves­to­ren sei­ne Pu­bli­kums­öff­nung auf ei­nen un­be­stimm­ten Zeit­punkt ver­scho­ben. Aus den­sel­ben Grün­den wird die Mam­mu­te­mis­si­on der Ag­ri­cul­tu­ral Bank of Chi­na (ABC) ver­mut­lich klei­ner aus­fal­len als ge­plant. Nach­dem zu­nächst von bis zu 30 Mrd.$ die Re­de war, ist jetzt noch ein Vo­lu­men von 23 Mrd.$ im Ge­spräch. ABC will un­ter an­de­rem mit der in En­g­land do­mi­zi­lier­ten Stan­dard Char­te­red (+8,5%) ko­ope­rie­ren, um mit de­ren glo­ba­len Netz­werk im Aus­land ex­pan­die­ren zu kön­nen. Stan­dard Char­te­red wie­der­um will mit die­sem Schritt sein Wachs­tum im be­völ­ke­rungs­reichs­ten Land be­schleu­ni­gen.

Ga­la­xy En­ter­tain­ment (+14,8%) zo­gen an, nach­dem die Fi­nan­zie­rung für das ge­plan­te Ka­si­no­pro­jekt Ga­la­xy Ma­cau in Ma­cao über 1,16 Mrd.$ ge­si­chert wer­den konn­te. Das Ka­si­no mit bis zu 600 Spiel­ti­schen und 2200 Lu­xus­zim­mern soll wie ge­plant im ers­ten Quar­tal 2011 er­öff­nen.

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