Re­power re­fi­nan­ziert sich

Ex­port von har­tem Fran­ken nicht auf­ge­hal­ten – CFF mit Co­ve­r­ed Bond – S&P lobt Kan­ton So­lo­thurn

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - TOM­MA­SO MANZIN

Dass das Wachs­tum in der EU wich­ti­ger ist für den Aus­sen­han­del als der Eu­ro wird der­zeit be­tont (vgl. auch FuW Nr. 46 vom 16. Ju­ni). Die Schwei­ze­ri­sche Na­tio­nal­bank (SNB) hob an der La­ge­be­ur­tei­lung ver­gan­ge­ne Wo­che eben­falls die Be­deu­tung der Aus­land­nach­fra­ge her­vor. Die Ex­por­te sind im Mai ge­stie­gen, ob­wohl die­ser ei­nen Ar­beits­tag we­ni­ger zähl­te als 2009. Fast al­le Bran­chen er­ziel­ten ein geo­gra­fisch breit ab­ge­stütz­tes Plus, teil­te die Eid­ge­nös­si­sche Zoll­ver­wal­tung (EZV) am Di­ens­tag mit.

Trotz Dol­lar­fi­nan­zie­rungs­lü­cke eu­ro­päi­scher Ban­ken (vgl. FuW Nr. 46 vom 16. Ju­ni, Sei­te 34) teil­te die SNB auch ver- gan­ge­ne Wo­che kei­ne Dol­lar zu. Sie hat­te in Ab­spra­che mit an­de­ren Zen­tral­ban­ken be­schlos­sen, die Ope­ra­tio­nen zur Be­reit­stel­lung von Dol­lar­li­qui­di­tät wie­der auf­zu­neh­men. Schon an der ers­ten Auk­ti­on Mit­te Mai wur­de in­des man­gels Nach­fra­ge nichts zu­ge­teilt. Die letz­ten zwei­wö­chent­li­chen Dol­lar-Bills ka­men am Mon­tag noch in zwei Lauf­zei­ten an den Markt: Für 28 Ta­ge teil­te die SNB nichts zu, für 84 Ta­ge 33,5 Mio. und für 168 Ta­ge 235 Mio. St­ab­fund las­se sich oh­ne Bills mit den in De­vi­sen­in­ter­ven­tio­nen (vgl. Kas­ten) er­wor­be­nen Dol­lars fi­nan­zie­ren, hat­te Di­rek­ti­ons­mit­glied Je­an-Pier­re Dan­t­hi­ne an der La­ge­be­ur­tei­lung aus­ge­führt.

Rä­tia Ener­gie, der De­bü­tant von 2010, fir­miert seit 10. Mai als Re­power. Der Ver- sor­ger be­gibt un­ter der Fe­der­füh­rung von UBS In­vest­ment Bank (IB) und Zürcher Kan­to­nal­bank (ZKB) 23⁄ 8% Re­power 2010/2022 über 115 Mio. Fr. zu 26 Ba­sis­punk­ten (Bp) über Swap. Trotz der lan­gen Lauf­zeit hät­ten auch Pri­va­te ge­kauft, ver­rät ZKB. Die Emis­si­on sei vom Schuld­ner auf die­sen Ma­xi­mal­be­trag fest­ge­legt wor­den, und so ha­be man die Zu­tei­lun­gen gar leicht kür­zen müs­sen. BNP Pa­ri­bas er­höh­te den ei­ge­nen Floa­ter BNP Pa­ri­bas 2010/2012 um 50 Mio. auf 200 Mio. Fr.

Am Di­ens­tag lan­cier­te CS 2% CFF 2010/2017 über 200 Mio. Fr. zu 30 Bp über Swap. Vor ei­ni­gen Wo­chen wä­ren die Ob­li­ga­ti­ons fon­ciè­res vi­el­leicht 5 Bp en­ger an­ge­bo­ten wor­den, doch man ha­be ei­ne Ren­di­te von gut 2% er­rei­chen wol­len, er­läu­tert der Fe­der­füh­rer. Da­zu ha­be man ei­ne et­was län­ge­re Lauf­zeit ge­wählt. 200 Mio. sei­en der­zeit schon als statt­li­cher Be­trag zu wer­ten. Glei­chen­tags stock­te BNP Pa­ri­bas den Floa­ter Ra­bo­b­ank 2010/2012 um 50 Mio. auf 200 Mio. Fr. auf. Fitch hat die Gross­bank von AA auf AA– ge­stutzt.

Mo­bi­mo hat ver­gan­ge­ne Wo­che ei­ne Wan­del­an­lei­he be­ge­ben (vgl. letz­te Aus­ga­be). Nach­dem die Er­hö­hungs­op­ti­on be­reits aus­ge­übt wur­de, ist nun auch von der Mehr­zu­tei­lungs­op­ti­on Ge­brauch ge­macht wor­den. Der Emis­si­ons­be­trag stieg von 155 Mio. auf 175 Mio. Fr.

Die SNB hat im Fi­nanz­sta­bi­li­täts­be­richt aber­mals auf die er­heb­li­chen Zins­ri­si­ken der Kan­to­nal­ban­ken (KB) hin­ge­wie­sen. Für ei­nen der we­ni­gen Kan­to­ne oh­ne KB dreht Stan­dard & Poor’s (S&P) den Aus­blick auf Po­si­tiv. Grund sei­en die «ex­zel­len­te Haus­halts­po­li­tik» und die ge­rin­gen Ga­ran­ti­en, die der Kan­ton mit AA ge­spro­chen ha­be.

Moo­dy’s dreht den Aus­blick von Swed­bank (A2) und Swed­bank Mort­ga­ge von Ne­ga­tiv auf Sta­bil. Das In­sti­tut ha­be das Ri­si­ko im Bal­ti­kum re­du­ziert so­wie die Ka­pi­tal­ba­sis ver­bes­sert. Nach der Rück­stu­fung um ein Notch An­fang Mo­nat stutzt die Agen­tur BP von Aa2 auf A2. Na­tür­lich bleibt der Ti­tel auf der Über­prü­fungs­lis­te.

Der Staats­ver­trag mit den USA ist ge­mäss S&P für UBS klar po­si­tiv, da die Gross­bank so­wohl me­di­al als auch ju­ris­tisch aus der Schuss­li­nie kom­me. Die Ver­ein­ba­rung könn­te in­des Be­gehr­lich­kei­ten eu­ro­päi­scher Län­der we­cken. Wäh­rend das Ge­schäft mit ame­ri­ka­ni­schen Kun­den­gel­dern für Schwei­zer Pri­vat­ban­ken mitt­ler­wei­le se­kun­där sei, trä­fe sie ein ähn­li­ches Ab­kom­men mit Nach­bar­län­dern hart – da­her der ne­ga­ti­ve Aus­blick.

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