Wei­te­re Pro­ble­me ste­hen be­vor

Finanz und Wirtschaft - - BÖRSEN NEW YORK - JB,

Kaum läuft die Staats­hil­fe aus, ge­rät der ame­ri­ka­ni­sche Häu­ser­markt er­neut ins Schwan­ken. Ent­ge­gen der Hoff­nung auf ei­ne Sta­bi­li­sie­rung gin­gen die Trans­ak­tio­nen für exis­tie­ren­de Ob­jek­te im Mai zu­rück: Aufs Jahr hoch­ge­rech­net und sai­son­be­rei­nigt wech­sel­ten 5,66 Mio. Häu­ser die Hand; das wa­ren 2,2% we­ni­ger als im Vor­mo­nat. Die am Di­ens­tag ver­öf­fent­lich­te Sta­tis­tik des na­tio­na­len Im­mo­bi­li­en­mak­ler­ver­bands deckt 85 bis 90% des USWohn­lie­gen­schafts­markts ab und fin­det je­weils gros­se Be­ach­tung un­ter In­ves­to­ren. An der Bör­se drück­te die Nach­richt von der Ver­kaufs­flau­te am Di­ens­tag­vor­mit­tag auf die Stim­mung.

Wei­te­re Schwie­rig­kei­ten kün­di­gen sich an: Bis En­de April muss­ten die Käu­fer von Ei­gen­hei­men und Stock­werks­ei­gen­tum den Ver­trag un­ter­zeich­nen, um noch von der Steu­er­gut­schrift im Um­fang von bis zu 8000 $ je Trans­ak­ti­on zu pro­fi­tie­ren. Vie­le ha­ben of­fen­bar die­se ein­ma­li­ge Ge­le­gen­heit ge­nutzt; nun ver­schwin­den sie wie­der als Nach­fra­ger vom Markt, wäh­rend das An­ge­bot – nicht zu­letzt we­gen der vie­len Zwangs­ver­stei­ge­run­gen – un­ver­min­dert hoch ist. Es läuft noch ei­ne Gna­den­frist, in­ner­halb der die Ver­trags­ab­schlüs­se tat­säch­lich voll­zo­gen wer­den müs­sen. Sie läuft En­de Ju­ni aus. Da die Sta­tis­tik auf die ef­fek­ti­ven Trans­ak­tio­nen ab­stellt, nicht auf die Zahl der Ver­trags­un­ter­zeich­nun­gen, dürf­ten noch bis En­de Ju­ni po­si­ti­ve Nach­wir­kun­gen der Steu­er­ver­güns­ti­gung in den Zah­len zu se­hen sein. Ab Ju­li fällt der Ef­fekt dann ganz weg.

An Warn­zei­chen fehlt es nicht. So mel­de­ten die Be­hör­den vo­ri­ge Wo­che, im Mai sei­en die Bau­be­gin­ne ein­ge­bro­chen. Nun stellt sich der Markt auf schwa­che Zah­len zum Ver­kauf von Neu­bau­ten ein, die die­sen Mitt­woch zur Ver­öf­fent­li­chung an­ste­hen. Bleibt zu hof­fen, dass die Hy­po­the­kar­zin­sen noch län­ge­re Zeit auf tie­fem Ni­veau ver­har­ren. Soll­te sich die Fi­nan­zie­rung von Haus­käu­fen mar­kant ver­teu­ern, wäh­rend der An­ge­bots­über­hang im­mer noch gross ist, wür­de das die Im­mo­bi­li­en­markt­mi­se­re ver­schlim­mern.

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