Hei­del­berg Ce­ment

Finanz und Wirtschaft - - BÖRSEN EUROPA - VN

Deutsch­lands gröss­ter Bau­stoff­kon­zern Hei­del­berg Ce­ment sieht nach dem Ein­bruch 2009 ei­ne Er­ho­lung sei­ner Ge­schäf­te. Im Ge­spräch mit der «Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung» (FAZ) sag­te CEO Bernd Sch­ei­fe­le, dass er zwar in Eu­ro­pa kein Wachs­tum er­war­te, wohl aber in den USA und den Schwel­len­län­dern Afri­kas und Asi­ens. Zu­dem wer­de Hei­del­berg Ce­ment vom schwa­chen Eu­ro pro­fi­tie­ren. «Un­ter dem Strich dürf­te der Er­lös stei­gen», re­sü­mier­te Sch­ei­fe­le. Am Mon­tag wur­den Hei­del­berg Ce­ment erst­mals im Dax ge­han­delt und ver­lo­ren im Zu­ge des schwa­chen Ge­samt­markts seit Frei­tag 0,8% auf 44.75 €. Ob das ope­ra­ti­ve Er­geb­nis 2010 den Vor­jah­res­wert über­tref­fen wird, liess Sch­ei­fe­le of­fen. Mit 850 Mio. € wer­de man die In­ves­ti­tio­nen – wie be­reits 2009 – auf nied­ri­gem Ni­veau hal­ten. Wei­te­re Spar­pro­gram­me, sag­te Sch­ei­fe­le ge­gen­über der FAZ, sei­en nicht ge­plant.

2009 hat­te Hei­del­berg Ce­ment durch den Nach­fra­ge­rück­gang aus der kri­seln­den Bau­bran­che ein Fünf­tel we­ni­ger um­ge­setzt, der Ge­winn brach mehr als 90% auf 168 Mio. € ein. Zu­dem kämpf­te das Un­ter­neh­men mit ho­hen Schul­den aus dem 14 Mrd.€ teu­ren Kauf des bri­ti­schen Kon­kur­ren­ten Han­son. Ei­ne Ka­pi­tal­er­hö­hung und ri­gi­de Spar­mass­nah­men brach­ten Hei­del­berg Ce­ment wie­der auf Kurs. Am Di­ens­tag­abend wur­de be­kannt, dass der Kon­zern sein Werk in Wetzlar schlies­sen und 100 Mit­ar­bei­ter ent­las­sen will. Zu­dem kur­sier­te das un­be­stä­tig­te Ge­rücht, wo­nach sich Hei­del­berg Ce­ment über den An­lei­he­markt fri­sches Ka­pi­tal be­sor­gen wol­le.

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