Salz­pio­nier und Sa­li­n­en­grün­der

Finanz und Wirtschaft - - SCHWEIZ -

Bern­hard Ruetz Der ver­gan­ge­ne Win­ter hat wie­der ein­mal ge­zeigt, wie wich­tig ei­ne zu­ver­läs­si­ge Salz­ver­sor­gung ist. Dass die Schweiz hier­bei auf ei­ge­ne Res­sour­cen zu­rück­grei­fen kann, ver­dankt sie ei­nem Zu­wan­de­rer – Carl Chris­ti­an Fried­rich Glenck (1779 bis 1845) aus Schwä­bisch Hall. Nach rund zwan­zig Fehl­boh­run­gen und ei­ner In­ves­ti­ti­on von 2 Mio. Fr. stiess der Un­ter­neh­mer und Salz­ex­per­te 1836 in Prat­teln end­lich auf ei­ne er­gie­bi­ge Sal­z­a­der. Das war der Auf­takt für die Grün­dung der Sa­li­ne Schwei­zer­hal­le, aus der spä­ter die Schwei­zer Rhein­sa­li­nen wur­den. Sie ver­sor­gen bis heu­te das Land mit Salz. Ei­ne neue Pu­bli­ka­ti­on stellt die­sen Pio­nier nun vor.

Man kann oh­ne Über­trei­bung sa­gen, dass oh­ne Glenck der Wett­be­werb im mit­tel­eu­ro­päi­schen Salz­han­del deut­lich spä­ter ent­stan­den wä­re. Auch Ba­sel­land hät­te sich an­ders ent­wi­ckelt. Die Grün­dung der Sa­li­ne Schwei­zer­hal­le war die Initi­al­zün­dung für das In­dus­trie­ge­biet Schwei­zer­hal­le und ver­schaff­te dem Kan­ton so die wirt­schaft­li­che Un­ab­hän­gig­keit. Dass Glenck hier­zu­lan­de fast un­be­kannt ist, hat zwei Grün­de: Ers­tens hat der Berg­bau in der Schweiz kaum Tra­di­ti­on. An­der­seits war Glenck ein Grenz­gän­ger, der sei­ne un­ter­neh­me­ri­sche Frei­heit such­te. Dies hat ihn für die Wirt­schafts­ge­schich­te lan­ge schwer fass­bar ge­macht. Es ist an der Zeit, Glencks Leis­tun­gen end­lich zu wür­di­gen – das le­ser­freund­lich ge­stal­te­te und il­lus­trier­te Buch leis­tet ei­nen Bei­trag da­zu.

Bern­hard Ruetz (in Zu­sam­men­ar­beit mit Ar­min Roos): «Carl Chris­ti­an Fried­rich Glenck: Salz­pio­nier und Grün­der der Sa­li­ne Schwei­zer­hal­le»(Rei­he Schwei­zer Pio­nie­re der Wirt­schaft und Tech­nik), Ver­ein für wirt­schafts­his­to­ri­sche Stu­di­en, Zü­rich, 96 Sei­ten, ISBN 978-3909059-46-1, Be­zug un­ter www.pio­nie­re. ch oder im Buch­han­del, 25 Fr.

Kurz no­tiert UBS, Zü­rich: Im Ar­ti­kel über die Gross­bank mit dem Ti­tel «Gr­ü­bel lan­ciert die nächs­te Schlacht» in der letz­ten FuWAus­ga­be ist der letz­te Satz aus tech­ni­schen Grün­den lei­der un­voll­stän­dig ge­blie­ben. Der Schluss­ab­schnitt des Ar­ti­kels in vol­ler Län­ge lau­tet: «Vo­r­erst dürf­te die Leis­tungs­ver­bes­se­rung sto­cken. Die Eu­ro­kri­se, das Ge­frie­ren ge­wis­ser Markt­seg­men­te und die la­bi­le Stim­mung be­ein­träch­ti­gen so­wohl die In­vest­ment Bank der UBS ( Aus­nah­me De­vi­sen­han­del) als auch das Ge­schäft der Ver­mö­gens­ver­wal­tung. Es ist un­wahr­schein­lich, dass der Ge­winn des ers­ten Quar­tals (2,2 Mrd. Fr.) im zwei­ten Quar­tal er­reicht wird. Die Fest­stel­lung gilt al­ler­dings nicht nur für die UBS. Wir ra­ten von En­ga­ge­ments in Ak­ti­en der Gross­ban­ken vor­läu­fig ab.»

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland

© PressReader. All rights reserved.