Pes­si­mis­mus er­öff­net Chan­cen

Finanz und Wirtschaft - - PODIUM -

Mit Aus­bruch der Staats­schul­den­kri­se ha­ben zahl­rei­che in­sti­tu­tio­nel­le An­le­ger, ins­be­son­de­re in Ame­ri­ka, fast re­flex­ar­tig ih­re eu­ro­päi­schen Ak­ti­en­en­ga­ge­ments ver­kauft oder deut­lich re­du­ziert. Dies schlägt sich nun in ei­ner tie­fen Be­wer­tung vie­ler die­ser Ti­tel nie­der, was wie­der­um güns­ti­ge Ein­stiegs­ge­le­gen­hei­ten er­öff­net.

Der ver­brei­te­te Pes­si­mis­mus ge­gen­über Eu­ro­pa sei nicht ge­recht­fer­tigt, ist Frédé­ric Bu­za­ré von De­xia As­set Ma­nage­ment über­zeugt. «Man darf Un­ter­neh­men nicht mit dem Staat gleich­set­zen, vie­le von ih­nen sind in ei­ner gu­ten fi­nan­zi­el­len Ver­fas­sung, sind in­no­va­tiv und stär­ker in­ter­na­tio­nal ori­en­tiert denn je zu­vor», gibt der Lei­ter für glo­ba­les Ak­ti­en­ma­na­ge- ment in Zü­rich zu be­den­ken. Mit ih­ren tie­fen ein­stel­li­gen Be­wer­tun­gen für 2011 sei­en eu­ro­päi­sche Ak­ti­en heu­te be­mer­kens­wert at­trak­tiv. Zu­dem glaubt Bu­za­ré, dass Eu­ro­pas Bör­sen mo­men­tan für 2011 fast kei­ne Ge­winn­stei­ge­run­gen ein­prei­sen. De­xia ist zu­ver­sicht­lich und er­war­tet kei­ne Dou­ble-Dip-Re­zes­si­on.

Noch sei aber die Skep­sis ver­brei­tet, was sich in ei­nem ge­rin­gen Zuf­luss in eu­ro­päi­sche Ak­ti­en­fonds nie­der­schla­ge. Die Ve­r­un­si­che­rung kön­ne noch ei­ni­ge Zeit an­hal­ten, warnt Bu­za­ré und rät, Rück­schlä­ge zum Kauf von Ak­ti­en von so­li­den Wachs­tums­un­ter­neh­men und von Ge­sell­schaf­ten, die in den nächs­ten Jah­ren die Di­vi­den­de er­hö­hen kön­nen, zu nut­zen.

©Horsch

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