Kon­ser­va­tiv

Finanz und Wirtschaft - - DERIVATE - BEG

In­ves­to­ren ver­wen­den struk­tu­rier­te Pro­duk­te in der Tat da­zu, um das Ri­si­ko ge­gen­über der Di­rekt­an­la­ge zu re­du­zie­ren. Das be­weist der mo­nat­lich er­schei­nen­de Ri­si­ko­re­port von Eu­ro­pean De­ri­va­ti­ves Group (EDG) für den De­ri­vat­markt Deutsch­land. Ak­ti­en und die zu­ge­hö­ri­gen Zer­ti­fi­ka­te wer­den in fünf Ri­si­ko­klas­sen ein­ge­stuft. Die Ska­la reicht von eins (für si­cher­heits­ori­en­tier­te An­le­ger; Ri­si­ko ana­log zu Ob­li­ga­tio­nen­in­di­zes) bis fünf (für spe­ku­la­ti­ve An­le­ger; Ri­si­ko wie vo­la­ti­le Nebenwerte). Von den struk­tu­rier­ten Pro­duk­ten auf Ak­ti­en sind 32% in der Ri­si­ko­klas­se eins so­wie 14 und 13% in den Klas­sen zwei und drei. Ins­ge­samt nur 41% der Zer­ti­fi­ka­te be­fin­den sich in den ri­si­ko­rei­che­ren Klas­sen vier und fünf, wo fast al­le Ak­ti­en ein­ge­stuft wer­den.

Ob das hier­zu­lan­de ähn­lich ist? Ei­ner­seits sind Ka­pi­tal­schutz­pro­duk­te bei­der­orts be­liebt (vgl. Haupt­text). An­der­seits sind in der Schweiz Mul­ti Bar­ri­er Re­ver­se Con­ver­ti­bles be­son­ders po­pu­lär. Sie wei­sen nicht nur ei­nen ho­hen Cou­pon, son­dern auch ein gros­ses Ri­si­ko auf, denn sie be­zie­hen sich auf meh­re­re Ak­ti­en. Als Re­fe­renz gel­ten die­je­ni­gen Ti­tel, die am schlech­tes­ten ab­schnei­den. Be­we­gen sich die Ak­ti­en nicht gleich­läu­fig, d. h. ist die Kor­re­la­ti­on (sta­tis­ti­sche Ab­hän­gig­keit) ge­ring, nimmt das Ri­si­ko be­trächt­lich zu.

Für ei­nen Schwei­zer Ri­si­ko­re­port müss­ten die Emit­ten­ten ih­re Da­ten der EDG – oder ei­nem an­de­ren An­bie­ter – zur Ver­fü­gung stel­len. Der Ver­gleich wür­de wohl be­stä­ti­gen, dass zwi­schen den De­ri­vat­märk­ten der Schweiz und Deutsch­lands be­trächt­li­che Un­ter­schie­de be­ste­hen.

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