Adi­das

Finanz und Wirtschaft - - BÖRSEN EUROPA - DM

Noch be­vor der Schluss­pfiff zur Fussball-WM in Süd­afri­ka er­tönt, ist klar, dass sich der Haupt­spon­sor des Fi­fa-Spek­ta­kels zu­frie­den zu­rück­leh­nen kann. Der Sport­ar­ti­kel­her­stel­ler Adi­das, der zwölf WM-Teams aus­rüs­tet, blickt schon jetzt auf ein Jahr der Su­per­la­ti­ve im Fuss­ball­ge­schäft (ein Fünf­tel des Um­sat­zes der Mar­ke Adi­das). Zu Wo­chen­be­ginn er­klär­ten die Fran­ken, es wer­de in dem Seg­ment ein Re­kord­um­satz von 1,5 Mrd.€ er­reicht, und da­mit mehr als die zu Jah­res­an­fang in Aus­sicht ge­stell­ten 1,3 Mrd.€. Zwan­zig Mil­lio­nen Fuss­bäl­le hat Adi­das 2010 schon ver­kauft, rund 6 Mio. Leib­chen sind über die The­ke ge­wan­dert, dop­pelt so vie­le wie im «Som­mer­mär­chen»-WM-Jahr 2006.

Doch nach dem Spiel ist vor dem Spiel, und so kon­zen­triert sich die Gil­de der Sport­ar­ti­kel­her­stel­ler schon auf die nächs­ten Meis­ter­schaf­ten und wei­te­re lu­kra­ti­ve Sport­ar­ten. «Die WM ist nur ein Er­eig­nis von vie­len», meint Wett­be­wer­ber Ni­ke und warn­te am Don­ners­tag vor zu ho­hen Er­war­tun­gen. Der fes­te­re Dol­lar und hö­he­re Ma­te­ri­al­kos­ten wür­den auf Um­satz und Ge­winn drü­cken. Die Ti­tel ka­men un­ter Druck und zo­gen auch Adi­das nach un­ten, der zu Wo­chen­be­ginn er­ziel­te Kurs­ge­winn war schnell weg. Die Sip­pen­haft ist nicht un­ge­recht­fer­tigt: Der er­star­ken­de Dol­lar und stei­gen­de In­put­kos­ten be­las­ten die Mar­gen auch von Adi­das, weil die Grup­pe über­wie­gend im Dol­lar­raum be­schafft und pro­du­ziert, aber den grös­se­ren Teil der Wa­re aus­ser­halb des Dol­larraums ab­setzt. Da auch von der Kon­su­men­ten­stim­mung her un­er­freu­li­che Über­ra­schun­gen nicht aus­zu­schlies­sen sind, be­ste­hen trotz gu­ter WM-Per­for­mance für die Ti­tel Ab­wärts­ri­si­ken.

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