Chi­na-Schub?

Finanz und Wirtschaft - - BÖRSEN ÜBERSEE - UBS IN­VEST­MENT BANK

Das Auf und Ab an den Ak­ti­en­märk­ten ist ein Spie­gel­bild der Ge­fühls­la­ge wäh­rend ei­nes Fuss­ball­matches an der dies­jäh­ri­gen Welt­meis­ter­schaft. Po­si­ti­ve Nach­rich­ten, u. a. die ge­rin­ger als er­war­tet aus­ge­fal­le­nen Erst­an­trä­ge auf Ar­beits­lo­sig­keit in den USA, wech­seln sich mit ne­ga­ti­ven Über­ra­schun­gen ab – bei­spiels­wei­se die ent­täu­schen­den ame­ri­ka­ni­schen Haus­ver­kaufs­zah­len. Und par­al­lel zum Aus­schei­den der hel­le­ni­schen Na­tio­nal­mann­schaft er­reich­ten die Kos­ten für ei­ne Kre­dit­ver­si­che­rung grie­chi­scher Staats­an­lei­hen neue Höchsts.

Zu den er­freu­li­chen Nach­rich­ten ge­hör­te die An­kün­di­gung der chi­ne­si­schen Zen­tral­bank, die An­bin­dung des Ren­min­bi an den Dol­lar zu lo­ckern. Auch wenn kei­ne fun­da­men­ta­le Neu­be­wer­tung zu er­war­ten ist, könn­te die chi­ne­si­sche Va­lu­ta den­noch pro­fi­tie­ren. Gleich­zei­tig könn­ten an­de­re asia­ti­sche Län­der zu ei­nem ähn­li­chen Schritt be­wegt wer­den. Aus­ser­dem scheint die An­pas­sung der Wäh­rungs­po­li­tik zu ver­deut­li­chen, dass das Wirt­schafts­wachs­tum so­wohl an­hal­tend als auch nach­hal­tig ist. Mark­teil­neh­mer könn­ten dar­aus ein ver­rin­ger­tes Markt­ri­si­ko ab­lei­ten, re­sul­tie­rend in ge­rin­ge­ren Ri­si­ko­auf­schlä­gen so­wie ei­ner hö­he­ren Nach­fra­ge. Die Nutz­nies­ser ei­nes sol­chen Sze­na­ri­os wä­ren Ge­sell­schaf­ten, die ei­nen Gross­teil ih­rer Pro­duk­te in Asi­en ver­kau­fen. Da­zu ge­hö­ren Mi­nen-und Stahl­un­ter­neh­men. Sie könn­ten von ei­ner Nach­fra­ge­ver­la­ge­rung aus dem In­land in re­la­tiv güns­ti­ge­re aus­län­di­sche Roh­stof­fe pro­fi­tie­ren, soll­te sich der Ren­min­bi wei­ter auf­wer­ten.

Das bri­ti­sche Mi­nen­un­ter­neh­men Ve­dan­ta Re­sour­ces för­dert Kup­fer, Alu­mi­ni­um und Zink in In­di­en so­wie Aus­tra­li­en. Über 80% (50% in In­di­en) des Um­sat­zes er­wirt­schaf­te­te Ve­dan­ta in Asi­en. An­le­ger kön­nen über zwei Wan­del­an­lei­hen an ei­ner mög­li­chen Nach­fra­ge­stei­ge­rung teil­neh­men. Der in Dol­lar de­no­mi­nier­te 4%-Wand­ler mit Lauf­zeit bis 2017 (Isin: XS0493253396) han­delt zu ei­nem in­di­ka­ti­ven Kauf­preis von 98%. Das er­gibt ei­ne Prä­mie von 51% auf den Di­rekter­werb der Ak­tie. Das theo­re­ti­sche Del­ta be­trägt 55%. Soll­te die Ak­tie zum Lauf­zeit­ende un­ter­halb des Wan­del­prei­ses han­deln, be­trägt die Ren­di­te auf End­fäl­lig­keit den­noch 4,75%. Für An­le­ger, die ei­nen grös­se­ren Ak­ti­en­ein­fluss su­chen, ist der 51⁄ 2%-Wand­ler mit Fäl­lig­keit 2016 ei­ne Al­ter­na­ti­ve (Isin: XS0434722087). Die An­lei­he han­delt auf ei­nem in­di­ka­ti­ven Kauf­preis von 115,65%. Das ent­spricht ei­ner Prä­mie von 23,81% auf den Di­rekter­werb der Ak­tie bei ei­nem theo­re­ti­schen Del­ta von 69%. Für bei­de Pa­pie­re be­trägt die Min­dest­an­la­ge 100 000 $. Die Pa­pie­re mit dem Ra­ting BB (Stan­dard & Poor’s) eig­nen eher für er­fah­re­ne An­le­ger als De­pot­bei­mi­schung.

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