IV-Sa­nie­rung auf Kurs

Finanz und Wirtschaft - - SCHWEIZ - PM

Seit Jah­ren schon ist die In­va­li­den­ver­si­che­rung (IV) ein Sa­nie­rungs­fall: Jähr­lich fal­len De­fi­zi­te von über 1 Mrd. Fr. an, die Schul­den ge­gen­über der AHV dürf­ten im lau­fen­den Jahr auf rund 15 Mrd. Fr. stei­gen. Zur Sa­nie­rung der not­lei­den­den Ver­si­che­rung hat der Bun­des­rat ein drei­stu­fi­ges Ver­fah­ren ein­ge­lei­tet. In der ers­ten Stu­fe mit der 4. und der 5. IV-Re­vi­si­on konn­te die Zahl der neu­en IV-Ren­ten ge­senkt und das De­fi­zit sta­bi­li­siert wer­den. Mit dem zwei­ten Schritt, der Zu­satz­fi­nan­zie­rung bis En­de 2017, wird das De­fi­zit vor­über­ge­hend be­sei­tigt, und die Schul­den wer­den ein­ge­fro­ren.

Der drit­te Schritt folgt nun mit der 6. IV-Re­vi­si­on. Ihr ers­ter Teil (vgl. FuW Nr. 16 vom 27. Fe­bru­ar) be­fin­det sich be­reits in der par­la­men­ta­ri­schen Be­ra­tung und ist vom Stän­de­rat gut­ge­heis­sen wor­den. Die Be­stim­mun­gen set­zen auf ver­stärk­te Ein­glie­de­rungs­mass­nah­men für IV-Rent­ner und brin­gen ein Spar­po­ten­zi­al von rund 800 Mio. Fr. Der vom Bun­des­rat ver­ab­schie­de­te zwei­te Teil der Re­vi­si­on soll das De­fi­zit ganz zum Ver­schwin­den brin­gen, so­dass die IV ab 2018 fi­nan­zi­ell un­ab­hän­gig sein wird und bis 2028 die Schul­den ge­tilgt wer­den kön­nen. Da­mit wird auch ein Bei­trag zur lang­fris­ti­gen Si­che­rung der AHV ge­leis­tet.

Das Ziel soll mit ei­nem Bün­del von Mass­nah­men er­reicht wer­den. Die gröss­te Ein­spa­rung, 400 Mio. Fr. jähr­lich, bringt der Über­gang zu ei­nem stu­fen­lo­sen Ren­ten­sys­tem. Die heu­ti­ge star­re Re­ge­lung mit vier Ren­ten­stu­fen hat fal­sche An­rei­ze ge­setzt und oft Ein­glie­de­rungs­be­mü­hun­gen un­ter­lau­fen. Ei­ne er­heb­li­che Ein­spa­rung (200 Mio. Fr.) be­wirkt die An­pas­sung der Zu­satz­ren­ten für IV-Rent­ner mit Kin­dern. Wei­te­re Mass­nah­men sind noch ein­mal die Ver­stär­kung der Prä­ven­ti­on so­wie Ein­glie­de­rung und Ähn­li­ches mehr. In­va­li­den­ver­bän­de so­wie die po­li­ti­sche Lin­ke ha­ben ih­ren Wi­der­stand ge­gen die Vor­la­ge schon an­ge­kün­digt.

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