SAP Ban­king setzt auf In­ter­ak­ti­on

Finanz und Wirtschaft - - SCHWEIZ - BA

Der Wett­be­werb im Ban­king wird im­mer in­ten­si­ver und das Ge­schäft selbst kom­ple­xer. Die­se Trends ha­ben sich we­gen der Fi­nanz­kri­se be­schleu­nigt. Das wird auch von der Bran­che selbst so ge­se­hen, wie et­wa ei­ne Stu­die von Ac­cen­ture in der Schweiz auf­ge­zeigt hat (vgl. FuW Nr. 20 vom 13. März). Die Ban­ken ver­su­chen, im här­ter wer­den­den Wett­be­werb durch Dif­fe­ren­zie­rung zu be­ste­hen oder so­gar Markt­an­tei­le zu ge­win­nen. Die­se Dif­fe­ren­zie­rung soll ge­mein­hin durch Qua­li­tät her­bei­ge­führt wer­den.

Was die Ban­ken aber im Ein­zel­nen un­ter Qua­li­tät ge­nau ver­ste­hen, sei häu­fig un­klar, ist Chris­ti­an Knecht­le, Di­rek­tor Fi­nan­ci­al Ser­vices von SAP (Schweiz) der An­sicht. Ab­hil­fe kön­ne das neu lan­cier­te Swiss Ban­ker’s Ad­vi­so­ry and Re­porting Pa­cka­ge schaf­fen, führ­te er auf ei­ner Ver­an­stal­tung in Zü­rich am Mitt­woch aus. Mit dem Pa­ket wer­de es ei­ner Bank oder ei­nem Ver­mö­gens­ver­wal­ter mög­lich, sich von der Kon­kur­renz ab­zu­he­ben und «dem Kun­den ein neu­es Er­leb­nis an der Schnitt­stel­le von Kun­de und Bank» zu ver­mit­teln. Das Pa­ket kom­bi­niert Soft­ware-Tools, Bu­si­ness Con­tent, Be­ra­tung und Schu­lung.

Ban­ken sei­en mit stets ähn­li­chen Pro­ble­men kon­fron­tiert. Der Kun­de neh­me das An­ge­bot gleich wahr wie je­nes von Kon­kur­ren­ten. Kom­ple­xe An­la­ge-und Fi­nan­zie­rungs­pro­duk­te kön­nen kaum oder nur in­ef­fi­zi­ent er­klärt wer­den. Im Zen­trum der Kun­den­be­zie­hung soll, so der SAP-Ma­na­ger, künf­tig ei­ne «völ­lig neue In­ter­ak­ti­on» ste­hen.

Fi­nanz­pro­duk­te kön­nen in­ter­ak­tiv er­klärt wer­den, so kön­nen Be­ra­ter und Kun­de an­schau­lich aus­pro­bie­ren, wie sich un­ter be­stimm­ten An­nah­men das Pro­dukt wert­mäs­sig ent­wi­ckeln wür­de. Auch bis­her sta­ti­sche De­pot-und Kon­to­aus­zü­ge kön­nen mit in­ter­ak­ti­ven Kom­po­nen­ten ver­se­hen wer­den. So kann der Kun­de den Wert des De­pots pro­gnos­ti­zie­ren un­ter der An­nah­me, wie sich ein be­stimm­ter Wech­sel­kurs ent­wi­ckelt («sze­na­ri­o­ba­sier­ter Aus­blick in die Ver­mö­gens­zu­kunft») oder in die Sal­do­vor­schau des Gi­ro­kon­tos auch persönlich er­war­te­te Zu­gän­ge ein­flies­sen las­sen.

Der deut­sche SAP-Kon­zern will auf dem Schwei­zer Markt oh­ne­hin in der Ban­ken­bran­che mehr Ge­schäft an sich zie­hen, auch im Be­reich Kern­bank­soft­ware (vgl. FuW Nr. 42 vom 2. Ju­ni). Für das neue Pro­dukt Ad­vi­so­ry and Re­porting Pa­cka­ge rech­net SAP noch in die­sem Jahr mit min­des­tens drei Ab­schlüs­sen.

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