Wolf­ram wird heiss

NEBENMETALLE

Finanz und Wirtschaft - - ROHSTOFFE/DERIVATIVE INSTRUMENTE - ET

Wolf­ram stammt zu 80% aus Chi­na – wie manch an­de­res Ne­ben­me­tall auch. Es ist weiss glän­zend und be­sitzt mit 3422° Cel­si­us den zweit­höchs­ten Schmelz­punkt al­ler Ele­men­te (nach Koh­len­stoff). Die elek­tri­sche Leit­fä­hig­keit von Wolf­ram ist ge­ring. Des­halb be­gin­nen Wolf­ram­dräh­te zu glü­hen, wäh­rend sich die Zu­lei­tun­gen aus Kup­fer und Alu­mi­ni­um kaum er­hit­zen. An­wen­dun­gen in der Leucht­mit­tel­in­dus­trie und in der Ei­sen­me­tall­ur­gie, aber auch in neu­en Tech­no­lo­gi­en sind ei­ne Fol­ge der che­mi­schen Ei­gen­schaf­ten von Wolf­ram.

Als Chi­na 2005 den Wolf­ramex­port stopp­te, ver­dop­pel­te sich der Preis in kur­zer Zeit. Ver­schie­de­ne neue Pro­du­zen­ten aus­ser­halb Chi­nas tra­ten dar­auf­hin in den Markt. Die vom För­de­rer Ma­la­ga be­trie­be­ne Pas­to Bu­e­no Mi­ne in Pe­ru ist zur­zeit die ein­zi­ge ope­ra­ti­ve Wolf­rammi­ne in Ame­ri­ka. Das Ma­nage­ment rech­net da­mit, dass sich die ho­hen In­ves­ti­tio­nen der ver­gan­ge­nen Jah­re dank stei­gen­der Prei­se loh­nen wer­den. Seit Fe­bru­ar sind an der London Me­tal Ex­ch­an­ge (LME) Mo­lyb­dän-und Ko­balt-Fu­tures han­del­bar. Ter­min­kon­trak­te auf wei­te­re Nebenmetalle wie Wolf­ram und Chrom sind ge­plant.

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