Die «Bä­ren» ge­win­nen Ober­hand

IM­PLI­ZI­TE VOLATILITÄTEN Sor­gen um Schul­den­kri­se fla­ckern er­neut auf – Fi­nanz­ti­tel ge­ben nach

Finanz und Wirtschaft - - WARRANTS/EUREX - MAR­KUS BÄCHTOLD,

Nach­dem sich die Ak­ti­en­märk­te suk­zes­si­ve von den Tiefs von En­de Mai er­holt hat­ten, ha­ben die Bä­ren in der ver­gan­ge­nen Han­dels­wo­che wie­der die Ober­hand ge­won­nen. Im Ein­klang mit der Kor­rek­tur an den Ak­ti­en­märk­ten ist auch die Vo­la­ti­li­tät er­neut ge­stie­gen. Der VSMI, der Vo­la­ti­li­täts­in­dex auf den SMI, klet­ter­te in den letz­ten vier Han­dels­ta­gen von 17,7 auf 21%, be­fin­det sich je­doch nach wie vor deut­lich un­ter dem Jahreshoch von 30% von Mit­te Mai.

Auch der VS­to­xx auf den Eu­ro Sto­xx 50 und der Vix auf den S&P 500, wel­che die er­war­te­te Schwan­kungs­brei­te (im­pli­zi­te Vo­la­ti­li­tät) des je­wei­li­gen Ak­ti­en­mark­tes mes­sen, no­tie­ren im­mer noch tie­fer als im Mai. Zum ei­nen mag sich dar­in die Zu­ver­sicht spie­geln, dass die po­li­ti­schen An­stren­gun­gen hin­sicht­lich der Schul­den­pro­ble­ma­tik in Eu­ro­pa in die rich­ti­ge Rich­tung wei­sen, zum an­de­ren könn­ten die ge­glät­te­ten Wo­gen be­reits Vor­bo­ten für das Som­mer­loch an den Bör­sen sein.

Nach­dem am Mon­tag die Ra­ting­agen­tur Fitch die Bo­ni­tät der fran­zö­si­schen Bank BNP Pa­ri­bas von AA auf AA-zu­rück­ge­stuft hat­te, kehr­te die Schul­den­kri­se Eu­ro­pas ins Be­wusst­sein der Bör­sia­ner zu­rück. Zu den gröss­ten Wo­chen­ver­lie­rern

Im­pli­zi­te Vo­la­ti­li­tät ge­hör­ten ein­mal mehr Fi­nanz­ti­tel. An­ge­führt wur­de die Ver­lierer­lis­te durch grie­chi­sche und iri­sche Ban­ken, die im Wo­chen­ver­gleich teil­wei­se mehr als 10% ein­büss­ten. Die ver­hal­ten­den Aus­sa­gen der US-No­ten­bank Fed am Mitt­woch­abend ha­ben zu wach­sen­den Sor­gen um die Er­ho­lung der Welt­wirt­schaft ge­führt. Der kon­junk­tu­rel­le Auf­schwung in den USA wur­de we­ni­ger op­ti­mis­tisch als zu­vor be­wer­tet, was zu Ab­ga­be­druck auf die zy­kli­schen Wer­te führ­te. Ei­ne er­neu­te Re­zes­si­on, ein Dou­ble Dip, ist zwar ge­mäss No­ten­bank­chef Ben Bernan­ke der­zeit nicht wahr­schein­lich, kön­ne aber nicht ganz aus­ge­schlos­sen wer­den.

Die am Don­ners­tag ver­öf­fent­lich­te An­zahl der Erst­an­trä­ge auf Ar­beits­lo­sen­hil­fe in den USA ver­rin­ger­te sich auf 457 000, wäh­rend im Vor­feld nur ein Rück­gang auf 460 000 er­war­tet wur­de. Der über­ra­schend deut­li­che Rück­gang konn­te den Pes­si­mis­mus an den Ak­ti­en­märk­ten aber nicht über­la­gern.

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