Bank­wer­te wer­den zu­rück­ge­stuft

PARIS Ab­ga­ben auf brei­ter Front – Be­las­ten­des Markt­um­feld – De­fen­si­ve Ti­tel hal­ten sich gut

Finanz und Wirtschaft - - BÖRSEN EUROPA - BL

An der Bör­se Paris ging es in den ver­gan­ge­nen fünf Han­dels­ta­gen – vom Mon­tag ab­ge­se­hen – kon­ti­nu­ier­lich berg­ab. Vor al­lem Un­si­cher­hei­ten über die kon­junk­tu­rel­le Ent­wick­lung und ei­ne Ab­schwä­chung des Wachs­tums in Chi­na, aber auch Pro­ble­me im Ban­ken­sek­tor wirk­ten be­las­tend. Der Cac40-In­dex ver­lor im Be­richts­zeit­raum 7,1% auf 3442.08.

Zu den Ver­lie­rern ge­hör­ten vor al­lem Fi­nanz­in­sti­tu­te, die un­ter der all­ge­mei­nen Un­si­cher­heit des Sek­tors lit­ten. Hin­zu ka­men Son­der­fak­to­ren. So muss die fran­zö­sisch-bel­gi­sche Bank De­xia (–11% auf 2.96 €) als Ge­gen­leis­tung für staat­li­che Mil­li­ar­den­hil­fen Ak­ti­vi­tä­ten ver­kau­fen. Un­ter Druck stand auch Bran­chen­pri­mus BNP Pa­ri­bas (–11,2% auf 43.84 €), den die Ra­ting-Agen­tur Fitch we­gen ei­ner zu gros­sen Ab­hän­gig­keit vom Ka­pi­tal­markt und der ver­schlech­ter­ten Qua­li­tät ge­wis­ser Ver­mö­gens­wer­te von AA auf AA– her­ab­stuf­te. Cré­dit Ag­ri­co­le (–12,1%) auf 8.35 € lei­det vor al­lem un­ter stän­dig neu­en Hi­obs­bot­schaf­ten der grie­chi­schen Toch­ter Em­po­ri­ki, die den ge­nos­sen­schaft­li­chen Fi­nanz­kon­zern im­mer tie­fer in die Kri­se des Mit­tel­meer­lands reisst.

Gröss­ter Ver­lie­rer war der Ener­gie­ver­sor­ger EDF (–12,3% auf 31.35 €): Die Kos­ten für die War­tung der in die Jah­re ge­kom­me­nen Atom­kraft­wer­ke, de­ren Lauf­zeit ver­län­gert wer­den soll, wer­den wohl hö­her aus­fal­len als er­war­tet. Im Fall des Bau­kon­zerns La­far­ge (–10,8% auf 45.65 €) be­stä­tig­te Fitch das Ra­ting BBB– mit ne­ga­ti­vem Aus­blick. Vor al­lem in den rei­fe­ren Märk­ten könn­ten die Prei­se un­ter Druck ge­ra­ten, was sich un­güns­tig auf die Er­trags­aus­sich­ten aus­wir­ke. Auch der Stahl­her­stel­ler Ar­celor-Mit­tal (–11,4% auf 22.85 €), der un­ter sin­ken­den Me­tall­no­tie­run­gen lei­det, so­wie der Elek­tro­bau­kon­zern Al­st­om (–10,5% auf 37.52 €), der sein Spar­pro­gramm ver­schär­fen will, weck­ten Auf­merk­sam­keit.

Kei­ner der Cac40-Wer­te weist im Be­richts­zeit­raum po­si­ti­ve Vor­zei­chen auf. Am bes­ten zog sich der Wert des recht kon­junk­tur­re­sis­ten­ten Nah­rungs­mit­te­an­bie­ters Da­no­ne (–2,2% auf 44.25 €) aus der Af­fä­re. Gut wirk­te sich die Über­nah­me der ope­ra­ti­ven Füh­rung an ein Ge­mein­schafts­un­ter­neh­men mit der rus­si­schen Uni­Milk aus. Auch die Ak­ti­en des Bril­len­glas­her­stel­lers Es­silor (–2,2% auf 48.65 €) und des Kos­me­tik­mul­tis L’Oréal (–2,9% auf 81.13 €) zeig­ten Wi­der­stands­kraft. Im Haus L’Oréal er­war­ten Be­ob­ach­ter star­kes Wachs­tum und ei­ne Mar­gen­ver­bes­se­rung vor al­lem in den Schwel­len­län­dern, wo die Wachs­tums­ra­ten der­zeit hoch sind. Der Tele­com­aus­rüs­ter Al­ca­tel-Lu­cent (–5,1% auf 2.16 €) pro­fi­tiert von ei­ni­gen Gross­auf­trä­gen.

Es spricht vor­läu­fig we­nig da­für, dass es kurz­fris­tig zu ei­ner wirk­li­chen Er­ho­lung am Pa­ri­ser Ak­ti­en­markt kommt. Pro­gno­sen über die Ent­wick­lung des Cac40In­de­xes wagt in der der­zei­ti­gen La­ge aber kaum je­mand.

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