Por­sche Vz

Finanz und Wirtschaft - - BÖRSEN EUROPA - CB

Die Vor­zugs­ak­ti­en der Por­sche Au­to­mo­bil Hol­ding (PAH) ha­ben sich seit Frei­tag klar bes­ser ent­wi­ckelt als der Leit­in­dex Dax. Den Frei­tag mit ein­ge­rech­net ist ihr Kurs bis Di­ens­tag­abend 2,1% auf 35.81 € ge­stie­gen, wäh­rend der Dax 2,7% nach­ge­ge­ben hat. Grund für die Avan­ce sind Hoff­nun­gen, ei­nen Rechts­streit mit US-In­ves­to­ren ab­wen­den zu kön­nen.

Leer­ver­käu­fer von Volks­wa­gen-Stamm­ak­ti­en wer­fen der PAH vor, den Markt für die An­tei­le des Wolfs­bur­ger Au­to­mo­bil­kon­zerns ma­ni­pu­liert zu ha­ben, wo­durch ih­nen ein mil­li­ar­den­ho­her Scha­den ent­stan­den sei (vgl. FuW vom 19. Ju­ni). Am Frei­tag hat­te der Obers­te Ge­richts­hof der USA je­doch in ei­nem an­de­ren Fall – ei­ner Kla­ge ge­gen die Na­tio­nal Aus­tra­lia Bank – ent­schie­den, dass US-Bör­sen­ge­set­ze kei­ne An­le­ger schütz­ten, die an aus­län­di­schen Bör­sen Ak­ti­en nicht­ame­ri­ka­ni­scher Ge­sell­schaf­ten ge­kauft hät­ten.

Das Ur­teil be­stä­tigt die Auf­fas­sung der PAH, wo­nach Kla­gen in den USA ge­gen sie un­zu­läs­sig sind. Ge­stützt auf die­sen Prä­ze­denz­fall kön­nen nun US-Ge­rich­te die Kla­gen ge­gen die PAH ab­wei­sen. Dass die Ak­ti­en der PAH als Fol­ge da­von nicht mehr ge­stie­gen sind, liegt dar­an, dass wei­ter­hin ein ju­ris­ti­sches Ri­si­ko be­steht: Auch in Deutsch­land wird ei­ne Scha­den­er­satz­kla­ge im Um­fang von min­des­tens 2,4 Mrd.€ vor­be­rei­tet; zu­dem er­mit­telt die Staats­an­walt­schaft Stutt­gart we­gen des Ver­dachts auf Kurs­ma­ni­pu­la­ti­on.

Des­sen un­ge­ach­tet ha­ben di­ver­se Ban­ken die Ak­ti­en hoch­ge­stuft. An­le­ger ge­hen mit ih­nen nach wie vor ein er­heb­li­ches Ri­si­ko ein. Soll­ten sich die Kla­gen je­doch als un­be­grün­det er­wei­sen, wer­den PAH mit Tur­boschub nach oben schies­sen.

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland

© PressReader. All rights reserved.