Zur Per­son

Finanz und Wirtschaft - - SCHWEIZ - FRP

Zehn Jah­re führt Rolf Ny­feler den Auf­trags­her­stel­ler Ba­chem be­reits. An­fang 2001 über­nahm der pro­mo­vier­te Che­mi­ker den Pos­ten des CEO. Der 60-Jäh­ri­ge stu­dier­te an den Uni­ver­si­tä­ten Ba­sel und San Die­go (USA) und trat 1982 in das Un­ter­neh­men ein. Zu­erst war er ver­ant­wort­lich für For­schung und Ent­wick­lung, ab 1998 lei­te­te er das Stamm­haus. Da­ne­ben sitzt Ny­feler im Vor­stand des Bran­chen­ver­bands SGCI. Von die­sem Kun­den sind in nächs­ter Zeit nur we­nig Auf­trä­ge zu er­war­ten. Mit gros­sem Ein­satz ver­su­chen wir, un­ser Port­fo­lio zu er­wei­tern. Aber den si­gni­fi­kan­ten Um­satz­aus­fall zu kom­pen­sie­ren, ist schwie­rig. Zwar ha­ben wir vie­le neue Pro­jek­te, aber die brin­gen we­ni­ger Um­satz und ber­gen ei­ne nied­ri­ge­re Mar­ge. Im­mer­hin sind ei­ni­ge da­bei mit gros­sen Po­ten­zi­al, an­de­re ste­hen kurz vor der Markt­zu­las­sung. Die Bio­tech-In­dus­trie nimmt gestopp­te Pro­jek­te lang­sam wie­der auf, das hilft uns.

Wie lau­ten Ih­re mit­tel­fris­ti­gen Zie­le? Die Zahl der Ent­wick­lungs­pro­jek­te hat sich ver­gan­ge­nes Jahr auf 120 er­höht. Das stimmt uns zu­ver­sicht­lich. Ab­hän­gig von der Markt­ent­wick­lung liegt über die kom­men­den fünf Jah­re ab 2011 ein jähr­li­ches Um­satz­plus von 8 bis 12% drin. Mög­lich, dass sich das et­was ver­zö­gert, falls die Kun­den wei­ter­hin Be­stel­lun­gen zu­rück­hal­ten.

Die Be­hör­den prü­fen Zu­las­sungs­an­trä­ge seit ei­ni­ger Zeit stren­ger. Hat sich die Phar­main­dus­trie dar­auf ein­ge­stellt? Meist wei­sen die Be­hör­den die Pro­duk­te nicht zu­rück, son­dern ver­lan­gen nur mehr Da­ten. Wir kön­nen da­durch mehr Ma­te­ri­al lie­fern für die kli­ni­sche Prü­fung. Ei­ne Markt­zu­las­sung zie­hen wir aber vor, das schafft mehr Si­cher­heit in der Pla­nung. Wir be­ob­ach­ten, dass die Kun­den schma­le­re Ein­satz­ge­bie­te wäh­len: Sie stre­ben ei­ne ers­te Zu­las­sung an und ver­su­chen dann, die In­di­ka­ti­on aus­zu­wei­ten.

Pep­ti­de wer­den in im­mer mehr phar­ma­zeu­ti­schen, aber auch kos­me­ti­schen Pro­duk­ten ver­wen­det. Wel­che neu­en Fel­der er­ach­ten Sie als in­ter­es­sant? Me­di­ka­men­te blei­ben am in­ter­es­san­tes­ten und brin­gen po­ten­zi­ell auch das höchs­te Wachs­tum. In der Kos­me­tik wer­den Pep­ti­de seit ein paar Jah­ren ver­mehrt ver­wen­det – das Po­ten­zi­al ist gross. Noch stam­men aber erst 1 bis 2% un­se­rer Kun­den aus dem Ge­biet.

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