War­um kei­ne Fran­ken-«Ha­fen­ge­bühr»?

Finanz und Wirtschaft - - PODIUM - PE­TER LIE­BER­HERR,

In­ter­na­tio­na­les Ka­pi­tal sucht den «Sa­ve Ha­ven» im Fran­ken. War­um wer­den nicht «Ha­fen­ge­büh­ren» ver­langt? Der Fran­ken steigt und steigt, und der Werk­platz Schweiz kommt un­ter Druck. Ge­mäss Swiss­mem-Prä­si­dent Jo­hann Schnei­der-Am­mann sol­len die Ze­che die Ar­beit­neh­mer zah­len durch Er­hö­hung des Pen­si­ons­al­ters auf 67 und Ver­zicht auf Lohn­er­hö­hun­gen («Sonn­tags-Zei­tung»). Da­mit zah­len die KMU und die Werk­tä­ti­gen die Spe­ku­la­ti­ons­ge­win­ne der in­ter­na­tio­na­len Fi­nanz­akro­ba­ten.

Die Na­tio­nal­bank schaut dem un­heim­li­chen Trei­ben zu. Da­bei kann sie Wäh­rungs­re­ser­ven in Eu­ro spä­ter wie­der ver- kau­fen, al­len­falls mit Ver­lust, aber im­mer­hin. Dass sie je­mals an ih­re Gold­re­ser­ven her­an­kommt, ist eher zu be­zwei­feln, denn sie lie­gen be­kannt­lich in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten.

In­sti­tu­te wie Gold­man Sachs spe­ku­lie­ren auf Teu­fel komm raus ge­gen den Eu­ro. Da­zu wird der Fran­ken ge-bzw. miss­braucht. Der­wei­len in­ves­tie­ren die Chi­ne­sen in Grie­chen­land und Is­land in rea­le Wer­te wie Un­ter­neh­men und Ha­fen­an­la­gen. Es be­steht al­so noch Hoff­nung für Eu­ro­pa (aber nur oh­ne die Fi­nanz­akro­ba­ten aus New York, London und Zü­rich).

©Horsch

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