Col­ruyt bleibt auf Er­folgs­kurs

Finanz und Wirtschaft - - AUSLAND - OP

Die in Bel­gi­en, Lu­xem­burg und Frank­reich ak­ti­ve Han­dels­grup­pe Col­ruyt hat im ver­gan­ge­nen Ge­schäfts­jahr (per En­de März) trotz des schwie­ri­gen Markt­um­felds ein so­li­des Um­satz-und Ge­winn­wachs­tum er­wirt­schaf­tet. Der Ver­kauf wur­de 7,9% auf 6,75 Mrd. € und das Be­triebs­er­geb­nis (Ebit) 9,2% auf 469,9 Mio. € ge­stei­gert.

Un­ter dem Strich stieg der Ge­winn 8,3% auf 329,6 Mio. €, wo­mit die durch­schnitt­li­che Ana­lys­ten­schät­zung von 328 Mio. € über­trof­fen wur­de. Das Un­ter­neh­men selbst hat­te stets ei­nen Über­schuss in der Grös­sen­ord­nung von 320 Mio. € in Aus­sicht ge­stellt. Der Ge­winn pro Ak­tie ver­bes­ser­te sich dank Ti­tel­rück­käu­fen 10% auf 10.45€. Der Ge­ne­ral­ver­samm­lung (GV) wird ei­ne Er­hö­hung der Di­vi­den­de von 4.04 auf 4.48 € vor­ge­schla­gen.

Der Leis­tungs­aus­weis zeugt von den de­fen­si­ven Qua­li­tä­ten und der er­folg­rei­chen Wachs­tums­stra­te­gie des di­ver­si­fi­zier­ten bel­gi­schen Dis­coun­ters, der sich mit sei­ner Tief­preiss­tra­te­gie seit Jah­ren ge­gen die gros­sen ein­hei­mi­schen Ri­va­len Del­hai­ze und Car­re­four (Frank­reich) so­wie die deut­sche Kon­kur­renz von Al­di und Lidl zu be­haup­ten weiss. Der Markt­an­teil sei im ers­ten Quar­tal 2010 wei­ter auf 24% ge­stie­gen, hielt Col­ruyt in der Me­di­en­mit­tei­lung fest, oh­ne aber ei­nen Ver­gleichs­wert zu nen­nen.

Im Su­per­markt­ge­schäft er­wirt­schaf­tet die Grup­pe, die auch Re­form­häu­ser und ver­schie­de­ne Non-Food-Ket­ten be­treibt, knapp zwei Drit­tel des Um­sat­zes. Ins­ge­samt wuchs der Um­satz der Re­tail-Spar­te 6,8% auf 5,2 Mrd.€ und der Ebit 7,8% auf 425,6 Mio. €. Im Gross­han­del (Spar, Food­ser­vice) stie­gen der Ver­kauf 12% auf 1,2 Mrd.€ und der Ebit 33% auf 22,7 Mio. €. Die üb­ri­gen Ak­ti­vi­tä­ten (u. a. Tank­stel­len) sta­gnier­ten (Um­satz +2,4% auf 464 Mio. €; Ebit –2,5% auf 8,6 Mio. €).

Ei­ne Ge­winn­pro­gno­se für das lau­fen­de Ge­schäfts­jahr kün­dig­te Col­ruyt für die GV am 15. Sep­tem­ber an. Die Ak­ti­en, die am Mon­tag vor der Be­kannt­ga­be der Er­geb­nis­se auf ei­nem All­zeit­hoch von 194.10 € ge­schlos­sen hat­ten, no­tier­ten am Di­ens­tag­mit­tag in ei­nem schwa­chen Markt­um­feld knapp be­haup­tet. Al­les spricht da­für, dass der fa­mi­li­en­kon­trol­lier­te Kon­zern die Er­folgs­ge­schich­te fort­schrei­ben wird. Vo­r­erst sind die Ti­tel aber aus­ge­reizt.

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