Afri­ka bie­tet mehr als Fussball

Finanz und Wirtschaft - - FONDS - AS­SET MA­NAGE­MENT CON­SUL­TING

Afri­kas Wirt­schaft hat in den ver­gan­ge­nen Jah­ren gros­se Fort­schrit­te er­zielt, und die Öff­nung vie­ler Märk­te hat es ei­ner wach­sen­den Zahl von In­ves­to­ren er­mög­licht, sich auf dem Kon­ti­nent zu en­ga­gie­ren. Im Grun­de ge­nom­men be­steht Afri­ka aus 53 Emer­ging oder Fron­tier Mar­kets mit ins­ge­samt 1 Mrd. Kon­su­men­ten. Ge­mäss ei­ner Stu­die von McKin­sey ge­hö­ren da­von mehr Per­so­nen der mitt­le­ren Ein­kom­mens­schicht an als in In­di­en. Nach ei­nem Wirt­schafts­wachs­tum von 1,6% im ver­gan­ge­nen Jahr dürf­te Afri­kas Wirt­schaft in die­sem Jahr um 4,3% ex­pan­die­ren. Zu die­sem Er­geb­nis kommt der un­längst er­schie­ne­ne Wirt­schafts­be­richt der Uno.

Durch die Fuss­ball­welt­meis­ter­schaft steht mit Süd­afri­ka das wirt­schaft­lich stärks­te Land im Zen­trum des In­ter­es­ses. Die WM soll­te das Wirt­schafts­wachs­tum wei­ter un­ter­stüt­zen, das ge­mäss OECD in die­sem Jahr 2,4% und im nächs­ten Jahr so­gar 3,3% be­tra­gen soll. Die man­gel­haf­te Strom­ver­sor­gung des Lan­des stellt aber im­mer noch ein Pro­blem für die wich­ti­ge Berg­bau­in­dus­trie dar.

Roh­stoff­boom

Das stärks­te Wirt­schafts­wachs­tum ist ge­mäss Uno der­zeit für Ost­afri­ka zu er­war­ten, in Hö­he von 5,3% in die­sem Jahr. Vor al­lem Ugan­da kann sich nach den jüngs­ten Öl­fun­den im Roh­stoff­sek­tor im­mer bes­ser po­si­tio­nie­ren, wo­durch das Brut­to­in­land­pro­dukt des Lan­des 2010 um 7% wach­sen dürf­te. In der Haupt­stadt Kam­pa­la hat die ers­te Gold­schmel­ze den Be­trieb auf­ge­nom­men, die vor al­lem in der De­mo­kra­ti­schen Re­pu­blik Kon­go (DRK) ge­för­der­tes Gold raf­fi­niert.

Pro­ble­ma­tisch ist da­bei, dass die DRK im­mer wie­der Mi­nen aus­län­di­scher In­ves­to­ren ver­staat­licht oder För­der­li­zen­zen ent­zo­gen hat. In­zwi­schen mi­schen sich so­gar die G-8-Staa­ten ein und for­dern ein En­de die­ses Vor­ge­hens.

West­afri­ka konn­te sei­ne Gold-und Öl­pro­duk­ti­on in den ver­gan­ge­nen Jah­ren

Fa­vo­ri­sier­te Ti­tel eben­falls si­gni­fi­kant aus­bau­en. Das Opec-Mit­glied An­go­la hat be­reits 2008 Ni­ge­ria in punk­to Öl­för­de­rung über­run­det, und die Wirt­schaft der ehe­ma­li­gen por­tu­gie­si­schen Ko­lo­nie könn­te in die­sem Jahr kräf­ti­ge 9,3% ex­pan­die­ren.

Nord­afri­ka dürf­te ge­mäss Uno-Pro­gno­se 2010 um 4,1% wach­sen. Im be­völ­ke­rungs­reichs­ten Land des Ma­ghreb, Ägyp­ten, soll­te das Wirt­schafts­wachs­tum trotz in­nen­po­li­ti­scher Pro­ble­me 5,4% er­rei­chen. Die OECD hält für nächs­tes Jahr so­gar ei­ne Stei­ge­rung des BIP von 6,1% in Ägyp­ten für wahr­schein­lich.

At­trak­ti­ve Aus­wahl

Die gu­ten Wachs­tums­per­spek­ti­ven auf dem Kon­ti­nent er­öff­nen zahl­rei­che In­ves­ti­ti­ons­mög­lich­kei­ten. Auf Afri­ka spe­zia­li­sier­te Fonds er­lau­ben ei­ne sehr brei­te Port­fo­li­o­streu­ung, da sie ver­su­chen, ei­nen gan­zen Kon­ti­nent mit sehr un­ter­schied­li­chen Märk­ten ab­zu­de­cken.

Das ist ein Grund da­für, dass so­wohl beim DWS In­vest Af­ri­ca als auch beim JPM Af­ri­ca Equi­ty die gröss­te Po­si­ti­on nur et­wa 5% des Port­fo­li­os aus­macht. Die zehn gröss­ten In­ves­ti­tio­nen kom­men auch nur auf zwi­schen 30 und 40% des An­la­ge­ver­mö­gens. Da­bei ist die geo­gra­fi­sche Aus­rich­tung der Fonds durch­aus un­ter­schied­lich. Das DWSPro­dukt bie­tet ei­ne Mi­schung von ägyp­ti­schen und süd­afri­ka­ni­schen Ak­ti­en so­wie von Ti­teln in­ter­na­tio­na­ler Roh­stoff­un­ter­neh­men, die haupt­säch­lich in Afri­ka tä­tig sind.

J. P. Mor­gan setzt vor al­lem auf Ti­tel aus Süd­afri­ka, ei­ni­gen ost­afri­ka­ni­schen Län­dern und Ni­ge­ria. Ei­ne in­ter­es­san­te Mi­schung bie­tet das Af­ri­ca In­vest­ments Cer­ti­fi­ca­te. Mit ei­ner Aus­wahl von 27 süd­afri­ka­ni­schen, ägyp­ti­schen und in­ter­na­tio­na­len Ak­ti­en ver­eint es Un­ter­neh­men, die in über zwan­zig Län­dern des Kon­ti­nents ak­tiv sind.

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