La­g­ar­dè­re will de­ves­tie­ren

Finanz und Wirtschaft - - AUSLAND - GW,

Der fran­zö­si­sche Me­di­en­kon­zern La­g­ar­dè­re hat mit der ame­ri­ka­ni­schen He­ars­tG­rup­pe Ex­klu­siv­ver­hand­lun­gen über den Ver­kauf sei­ner in­ter­na­tio­na­len Zeit­schrif­ten auf­ge­nom­men. Der Ver­kauf der 212 Ti­tel, zu de­nen die US-Ma­ga­zi­ne «Wo­man’s Day», «Car and Dri­ver», «Car and Track» und «El­le US» so­wie die Li­zen­zen für die Aus­ga­be des Frau­en­ma­ga­zins «El­le» in 41 Län­dern ge­hö­ren, könn­te der Grup­pe nach An­sicht von Ana­lys­ten 500 bis 700 Mio. € ein­brin­gen. La­g­ar­dè­re und He­arst wol­len sich bis 30. Ja­nu­ar über die Mo­da­li­tä­ten ei­ni­gen.

He­arst Cor­po­ra­ti­on gibt seit 1994 zu­sam­men mit der ame­ri­ka­ni­schen Zeit­schrif­ten­spar­te von La­g­ar­dè­re die US-Aus­ga­be von «Ma­rie Clai­re» her­aus. Durch die Über­nah­me der La­g­ar­dè­re-Ti­tel könn­te He­arst die Po­si­ti­on ge­gen­über sei­nen ame­ri­ka­ni­schen Kon­kur­ren­ten Con­dé Nast («Vo­gue») und Meredith («Par­ents») kon­so­li­die­ren. Meredith soll eben­falls In­ter­es­se an den Zeit­schrif­ten der fran­zö­si­schen Grup­pe be­kun­det ha­ben, ge­nau wie die deut­sche Bau­er-Grup­pe. La­g­ar­dè­re hat­te die Ex­pan­si­on in Über­see 1988 mit der Über­nah­me des US-Ver­lags Dia­man­dis für 712 Mio. € vor­an­ge­trie­ben.

Aus In­ves­to­ren­sicht macht der an­ge­streb­te Ver­kauf Sinn, da es den aus­län­di­schen La­g­ar­dè­re-Ti­teln an kri­ti­scher Grös­se man­gelt. So tru­gen die USA und Ka­na­da 2009 ge­ra­de mal 13% zum Um­satz der Me­dien­spar­te bei. Zu­dem ent­spricht es dem Wunsch von Kon­zern­chef Arn­aud La­g­ar­dè­re, die Grup­pe stär­ker zu fo­kus­sie­ren. Er will sich da­her auch so schnell wie mög­lich von sei­ner 20%-Be­tei­li­gung am Be­zahl­fern­seh­sen­der Ca­nal Plus tren­nen. Dies dürf­te nach An­sicht von Ana­lys­ten mehr als 1 Mrd. € brin­gen. Haupt­ak­tio­när Vi­ven­di gilt als in­ter­es­siert.

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