Das gros­se Rech­nen nach dem Schnee

LONDON Flug­ha­fen­schlies­sung kos­tet BA 50 Mio. £ – Chip­de­si­gner ARM über­zeugt Mi­cro­soft

Finanz und Wirtschaft - - BÖRSEN EUROPA -

Der ame­ri­ka­ni­sche Ar­beits­markt hat das Ge­sche­hen selbst auf dem Par­kett in London ge­prägt. Der als ent­täu­schend auf­ge­fass­te Be­richt be­en­de­te den Hö­hen­flug des FTSE-100-In­dex in der Neu­jahrs­wo­che. Der In­dex schloss auf 6031,7 (+2,2% seit dem Jah­res­wech­sel).

Die Ren­di­ten der zehn­jäh­ri­gen Staats­an­lei­hen ha­ben den Auft­wärts­trend, der ge­gen En­de des letz­ten Jah­res ein­ge­setzt hat­te, wie­der­auf­ge­nom­men. Mitt­ler­wei­le ste­hen sie auf 3,51% (+11 Ba­sis­punk­te). Am Bond­markt rückt all­mäh­lich die ers­te Schät­zung des Wirt­schafts­wachs­tums im vier­ten Quar­tal in den Fo­kus, die in gut drei Wo­chen pu­bli­ziert wird. Nicht oh­ne Er­wäh­nung wird die Be­ein­träch­ti­gung der Wirt­schafts­leis­tung durch das win­ter­li­che Wet­ter im De­zem­ber blei­ben.

Der nach Marks & Spen­cer zweit­gröss­te Be­klei­dungs­de­tail­list Next (+5,7% auf 2087 p) schätzt, dass die Um­satz­ein­bus­se in den Lä­den um 22 Mio. £ (33 Mio. Fr.) aus­mach­te. Next be­stä­tig­te, die Prei­se im lau­fen­den Jahr als Fol­ge der ho­hen Baum­woll­prei­se um 8% an­zu­he­ben (vgl. Sei­te 30). Die Er­hö­hung kommt zu­sätz­lich zur An­fang Jahr um 2,5 Pro­zent­punk­te auf 20% ge­stie­ge­nen Mehr­wert­steu­er. In der kom­men­den Wo­che wer­den die Schwer­ge­wich­te dar­über be­rich­ten, wie das Weih­nachts­ge­schäft aus­fiel, dar­un­ter Tes­co (+1,1% auf 429,65 p, vgl. Sei­te 30), Sains­bu­ry (+4% auf 391,5 p) und Marks & Spen­cer (+5,3% auf 388,4 p).

Bri­tish Air­ways (+11,9% auf 305 p) schätzt den fi­nan­zi­el­len Scha­den, der auf­grund des Wet­ters ent­stand, auf 50 Mio. £. Am Hei­mat­flug­ha­fen der Air­line, in London He­a­throw, war der Flug­ver­kehr kurz vor Weih­nach­ten stark ein­ge­schränkt.

Der Ener­gie­kon­zern BP (+5,8% auf 492,5 p) stand er­neut im Zen­trum des In­ter­es­ses. Ei­ne vom US-Prä­si­den­ten ein­ge­setz­te Un­ter­su­chungs­kom­mis­si­on kommt zum Schluss, dass der letzt­jäh­ri­ge Un­fall auf der Öl­bohr­platt­form «Deep­wa­ter Ho­ri­zon», der die Öl­pest im Golf von Me­xi­ko aus­lös­te, auf Feh­ler der Platt­form­her­stel­ler und -be­trei­ber zu­rück­zu­füh­ren sei (vgl. Sei­te 29). Markt­teil­neh­mer in­ter­pre­tie­ren die Ver­tei­lung der Schuld als vor­teil­haft. Sie ver­mu­ten, Grob­fahr­läs­sig­keit kön­ne nicht fest­ge­stellt wer­den, was sich güns­tig auf die Ge­samt­kos­ten für den Scha­den aus­wir­ken wür­de. Nach ei­ne Hö­her­stu­fung über­leg­ten es sich die An­le­ger aber doch an­ders, BP blie­ben un­ter 500 p.

Kon­kur­rent Roy­al Dutch Shell (–1,4% auf 2109 p) muss­te zur Kennt­nis neh­men, dass die Boh­run­gen vor der Küs­te von Alas­ka er­neut ver­scho­ben wer­den müs­sen; Um­welt­schüt­zer reich­ten neue Kla­gen ein (vgl. Sei­te 29).

Ak­ti­en des Halb­lei­ter­de­si­gners ARM Hol­dings (+8,6% auf 459,6 p) wa­ren ge­sucht, nach­dem be­kannt­ge­wor­den war, dass der US-Soft­ware­gi­gant Mi­cro­soft ei­ne Win­dows-Ver­si­on für neu­ar­ti­ge Ta­blet­com­pu­ter plant. Die neue Soft­ware wird op­ti­miert für Chips von ARM. Das Chip­de­sign des in der Uni­ver­si­täts­stadt Cam­bridge an­ge­sie­del­ten Un­ter­neh­mens ist Markt­füh­rer im Ein­satz bei Tech­no­lo­gie­ge­rä­ten, vor al­lem den her­kömm­li­chen Mo­bil­te­le­fo­nen wie auch den­je­ni­gen der neus­ten Ge­ne­ra­ti­on, Smart­pho­nes.

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