Eu­ro­kri­se

Finanz und Wirtschaft - - KAPITALANLAGEN - M.M. WAR­BURG,

«Von man­chen Kom­men­ta­to­ren und Po­li­ti­kern wer­den Eu­ro-Bonds als Lö­sung des Re­fi­nan­zie­rungs­pro­blems der eu­ro­päi­schen Pe­ri­phe­rie­staa­ten ein­ge­schätzt, und selbst pro­fi­lier­te Volks­wir­te ha­ben sich als Eu­ro-Bond-Be­für­wor­ter zu er­ken­nen ge­ge­ben. Wir neh­men ei­ne eher skep­ti­sche Hal­tung ein. Bei öko­no­mi­schem Han­deln soll­te es im­mer ei­ne Be­zie­hung zwi­schen Hand­lung und Haf­tung ge­ben. Durch Eu­ro-Bonds wird die­ser Zu­sam­men­hang auf­ge­ho­ben. Zu­dem er­scheint uns das Ar­gu­ment, die Ren­di­te der­ar­ti­ger An­lei­hen wer­de sich an der ak­tu­el­len Ren­di­te von Bun­des­an­lei­hen ori­en­tie­ren, schlicht falsch. Viel­mehr ist zu ver­mu­ten, dass die Ren­di­ten und da­mit die Be­las­tun­gen aus Zins­zah­lun­gen stei­gen wer­den. Die Eu­ro­kri­se lässt sich nicht durch ir­gend­wel­che Fi­nanz­kon­struk­tio­nen lö­sen, son­dern nur, in­dem je­des Land für sich sei­ne Haus­auf­ga­ben er­le­digt und so­mit die Ver­trau­ens­kri­se be­en­det.»

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