Schro­ders-Ak­ti­en auf All­zeit­hoch

Finanz und Wirtschaft - - PODIUM - DF

Als Michael Dob­son En­de 2001 die Füh­rung des bri­ti­schen Fonds­ma­na­gers Schro­ders über­nahm, no­tier­ten die Ak­ti­en um 700 p. Auf dem Tief­punkt der Baisse im März 2009 stürz­ten sie auf das sel­be Ni­veau ab. Dob­son sah sich um die Früch­te ei­ner sechs­jäh­ri­gen Auf­bau­ar­beit be­raubt, die den Kurs 2007 bis 1560 p stei­gen liess.

In­zwi­schen wer­den die Ti­tel auf ei­nem neu­en All­zeit­hoch um 1900 p ge­han­delt. Schro­ders ge­hört zu den Ge­win­nern der Fi­nanz­kri­se. An­ders als vie­le Fi­nanz­in­sti­tu­te muss­te das Un­ter­neh­men we­der im gros­sen Stil Kos­ten ab­bau­en noch Ka­pi­tal auf­neh­men. Mit ei­nem Li­qui­di­täts­pols­ter von fast 1 Mrd. £ im Rü­cken konn­te Schro­ders viel­mehr in den in­ter­na­tio­na­len Ge­schäfts­aus­bau in­ves­tie­ren. Die In­ves­ti­tio­nen ha­ben sich aus­be­zahlt: In den ers­ten neun Mo­na­ten 2010 be­schleu­nig­te sich der Net­to­zu­fluss von Ver­mö­gen zum Vor­jahr von 8,7 auf 21,5 Mrd. £. Der Vor­steu­er­ge­winn stieg um das Drei­ein­halb­fa­che von 79,9 auf 282,7 Mio. £.

Trotz der letzt­jäh­ri­gen star­ken Er­ho­lung rech­net der Markt 2011 mit ei­nem wei­ter­hin deut­li­chen Ge­winn­wachs­tum. Der Über­schuss soll von 378 auf 447 Mio. £ zu­neh­men (+18%). Die Er­war­tun­gen sind an ei­ne wei­te­re Er­ho­lung der Fi­nanz­märk­te ge­knüpft. Dort lau­ern zu­gleich die gröss­ten Ri­si­ken für Schro­ders. Wei­tet sich die Ver­trau­ens­kri­se von Eu­ro­pa auf den ame­ri­ka­ni­schen Bond­markt aus, wür­de das die Ob­li­ga­tio­nen­fonds der Grup­pe hart tref­fen. Auch ei­ne schwä­che­re Bör­se be­kä­me Schro­ders nicht gut. Vor­sich­ti­ge An­le­ger war­ten mit En­ga­ge­ments bes­ser zu, zu­mal die Ak­ti­en auf Ba­sis ei­nes Kurs­Ge­winn-Ver­hält­nis­ses 2011 von 17 nicht mehr güns­tig sind.

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