Re­nault im Fo­kus

Finanz und Wirtschaft - - AUSLAND - GW

Der fran­zö­si­sche Au­to­bau­er Re­nault ist of­fen­bar Op­fer von In­dus­trie­spio­na­ge ge­wor­den. Der Kon­zern ver­däch­tigt drei Füh­rungs­kräf­te, ge­hei­me In­for­ma­tio­nen zu Elek­tro­fahr­zeu­gen – die er in die­sem und im kom­men­den Jahr auf den Markt brin­gen will – an die Kon­kur­renz ver­ra­ten zu ha­ben. Of­fen­bar ging es da­bei vor al­lem um die Bat­te­ri­en­tech­no­lo­gie. Die Ver­däch­ti­gen wur­den am Mon­tag sus­pen­diert. Da­bei soll es sich um rang­ho­he Ma­na­ger han­deln, dar­un­ter ein Vor­stands­mit­glied, sei­ne rech­te Hand so­wie den stell­ver­tre­ten­den Lei­ter des Elek­tro­fahr­zeug-Pro­gramms.

Re­nault kün­dig­te zu­dem an, Kla­ge ein­rei­chen zu wol­len. Der fran­zö­si­sche Staat, der ei­ne 15%-Be­tei­li­gung am Au­to­bau­er hält, schal­te­te in­zwi­schen den In­lands­ge­heim­dienst ein. Die­ser soll Me­dien­be­rich­ten zu­fol­ge ei­ne Spur nach Chi­na ver­fol­gen. Nach Ein­schät­zung von Fi­nanz­ana­lys­ten ist der Spio­na­ge­fall ein har­ter Schlag für Re­nault, da der Vor­sprung, den der Au­to­bau­er in die­sem Be­reich ge­gen­über sei­nen Wett­be­wer­bern hat, da­durch zu­nich­te ge­macht wer­den könn­te. Dem Au­to­bau­er dro­hen da­durch be­trächt­li­che Ein­bus­sen. Der Re­naul­tKon­zern hat bis­lang zu­sam­men mit sei­nem Al­li­anz­part­ner Nis­san 4 Mrd. € in den Be­reich Elek­tro­au­tos in­ves­tiert. Im Som­mer wol­len die Fran­zo­sen ih­re ers­ten bei­den Mo­del­le Flu­ence und Kan­goo Ra­pid Z.E. auf den Markt brin­gen, da­nach sol­len die Klein­wa­gen Twi­zy und Zoé fol­gen.

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland

© PressReader. All rights reserved.