Ban­ken tra­gen Swiss Fi­nish mit

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - TM

«Es gibt nur ei­ne Wirt­schaft», er­klärt Patrick Odier, Vi­ze­prä­si­dent von Eco­no­mie­su­is­se und Prä­si­dent der Schwei­ze­ri­schen Ban­kier­ver­ei­ni­gung. Was an die Rück­kehr der Ver­nunft nach der Dot­com-Hys­te­rie er­in­nert, die ei­ne «New Eco­no­my» am Ho­ri­zont ver­meint hat­te, will vor ei­ner künst­li­chen Spal­tung war­nen: Werk-und Fi­nanz­platz sind auf Ge­deih und Ver­derb ver­wo­ben. Der Fi­nanz­platz in­du­ziert ge­mäss vor­läu­fi­gen Er­geb­nis­sen ei­ner Stu­die von Bak Ba­sel in an­de­ren Bran­chen ei­ne Wert­schöp­fung von rund 28 Mrd. Fr.

Ob­wohl der Swiss Fi­nish in den Ka­pi­tal­an­for­de­run­gen stren­ger ist als Ba­sel III, stel­len sich Eco­no­mie­su­is­se und Ban­kier­ver­ei­ni­gung ge­schlos­sen hin­ter das Mass­nah­men­pa­ket der Ex­per­ten­kom­mis­si­on des Bun­des. Die­ses be­rück­sich­tigt, dass für die Schweiz die Sys­tem­re­le­vanz der Gross­ban- ken be­son­ders aus­ge­prägt ist. Es liegt im Ei­gen­in­ter­es­se der Schweiz, die Too-big-to­fail-Pro­ble­ma­tik ernst zu neh­men.

Dass die Schweiz sich er­lau­ben kann, in den Ka­pi­tal­vor­schrif­ten ei­ne Vor­rei­ter­rol­le zu spie­len, wer­tet Odier als Zei­chen der Stär­ke. Al­ler­dings sei das Re­gu­lie­rungs­um­feld nicht in al­len Be­rei­chen op­ti­mal. So sei die Stem­pel­steu­er auf­zu­ge­ben. Sie un­ter­höh­le die At­trak­ti­vi­tät für Fi­nanz­ge­sell­schaf­ten (das Aus­land­seg­ment un­ter­steht ihr nicht). Ge­ra­de für die Bil­dung ei­nes Mark­tes für Co­co, ein zen­tra­les Ele­ment des Swiss Fi­nish (vgl. et­wa FuW Nr. 79 vom 9. Ok­to­ber 2010), sei der Weg­fall der Emis­si­ons­ab­ga­be ent­schei­dend. An­sons­ten wür­de die­ser «in­ter­es­san­te Markt» im Aus­land wach­sen. Co­co sind Pflicht­wand­ler, die bei Un­ter­schrei­tung ei­ner ge­wis­sen Ka­pi­ta­li­sie­rung au­to­ma­tisch in Ak­ti­en wan­deln.

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