Gut zu Fuss

Finanz und Wirtschaft - - BÖRSEN NEW YORK - FH

(Nyse BWS, 13.04 $ am Mon­tag, 572 Mio. $ Bör­sen­wert) hofft eben­falls, am stei­gen­den Wohl­stand im Reich der Mit­te teil­zu­ha­ben: Schon 2007 ist der US-Kon­zern ein Jo­int Ven­ture mit dem lo­ka­len De­tail­händ­ler Hong­guo In­ter­na­tio­nal ein­ge­gan­gen – mit dem Ziel, den Ver­kauf der Schuh­mar­ke Na­tu­ra­li­zer zu för­dern. Bis­her ha­ben sich die Er­war­tun­gen aber nicht er­füllt. Chi­na trägt zur­zeit nicht ein­mal 1% zum Kon­zern­um­satz bei.

Im­mer­hin hat sich das Ge­schäft in den USA er­holt. Die Re­sul­ta­te zum drit­ten Quar­tal 2010 über­tra­fen so­wohl die Vor­jah­res­er­geb­nis­se wie auch die Markt­er­war­tun­gen. Der im Som­mer zu­rück­tre­ten­de CEO Ro­nald Fromm wies dar­auf hin, dass der Gross­han­dels­ab­satz in al­len Ka­nä­len ge­wach­sen sei: «Die Ex­pan­si­ons­ra­te im ver­gan­ge­nen Quar­tal war die höchs­te in min­des­tens zehn Jah­ren.»

Ob­wohl be­reits im Jahr 1878 ge­grün­det, er­lang­te die Brown Shoe Com­pa­ny erst nach der Jahr­hun­dert­wen­de grös­se­re Be­kannt­heit. 1904 ent­schied sie sich, die Co­mic­fi­gur des schel­mi­schen Jun­gen Bus­ter Brown als Mar­ke­ting­sym­bol zu ver­wen­den. Ver­klei­de­te Klein­wüch­si­ge tour­ten durch das Land und brach­ten die Schu­he im Di­rekt­ver­kauf an die Kund­schaft. Auch heu­te noch setzt der Kon­zern un­ter dem Mar­ken­na­men Bus­ter Brown Schu­he für Kin­der ab.

Über zwei Drit­tel des Um­sat­zes er­zielt die Brown Shoe Com­pa­ny in ei­ge­nen Zweigstellen. Die meis­ten der über tau­send US-Shops wer­den un­ter dem Na­men Fa­mous Foot­wa­re be­trie­ben: Brown Shoe Com­pa­ny hat­te die Ket­te 1981 auf­ge­kauft und in den Neun­zi­ger­jah­ren kräf­tig aus­ge­baut. Das An­ge­bot um­fasst so­wohl ei­ge­ne Schuh­mar­ken als auch li­zen­zier­te Pro­duk­te wie Dr. Scholl’s und Eti­en­ne Ai­g­ner.

Der Kon­zern un­ter­nimmt ei­ni­ges, den Ab­satz an­zu­kur­beln. Pro­mi­nenz aus der Mu­sik­welt wie Gi­tar­rist Car­los San­ta­na oder Sän­ge­rin Fer­gie ha­ben Schuh­mo­de ent­wor­fen, die un­ter ih­ren Na­men ver­kauft wird. Über die Web­site Shoe.com par­ti­zi­piert die Brown Shoe Com­pa­ny zu­dem am wach­sen­den On­line-Han­del.

Für das Fis­kal­jahr 2012, das kom­men­den Mo­nat be­ginnt, pro­gnos­ti­zie­ren die Ana­lys­ten im Schnitt ei­nen Über­schuss von 1.31 $ pro Ak­tie. Mit ei­nem Kurs­Ge­winn-Ver­hält­nis (KGV) von 10 ha­ben die Va­lo­ren noch Luft nach oben. Für sie spricht zu­dem die ste­ti­ge Di­vi­den­de: Die ab­ge­lau­fe­ne Drei­mo­nats­pe­ri­ode mar­kiert das 351. Quar­tal in Fol­ge mit ei­ner Aus­schüt­tung – wenn auch in den spä­ten Neun­zi­ger­jah­ren die Di­vi­den­de deut­lich ge­kürzt wer­den muss­te. Auf Ba­sis der ak­tu­el­len Quar­tals­di­vi­den­de von 7 Cent ren­tie­ren die Ti­tel 2,2%. Kaum ei­ne Bran­che kommt zur­zeit oh­ne Chinaf­an­ta­sie aus. Selbst im Schuh­markt heisst das Ge­bot der St­un­de «Go East». Die Brown Shoe Com­pa­ny

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