Re­ges In­ter­es­se für Au­to­mo­bil­wer­te

PARIS Eu­ro­schwä­che be­las­tet Bank­ak­ti­en – Eads pro­fi­tie­ren von hö­he­ren Dol­lar-No­tie­run­gen

Finanz und Wirtschaft - - BÖRSEN EUROPA - GW

Die Sor­gen über die Staats­ver­schul­dung ei­ni­ger Mit­glieds­län­der der Eu­ro­zo­ne be­las­ten die Stim­mung in Paris zu Be­ginn des neu­en Jah­res. Der fran­zö­si­sche Leit­in­dex Cac40 be­schloss da­her am Di­ens­tag die letz­ten fünf Han­dels­ta­ge mit ei­nem Mi­nus von 1,4% auf 3861,92 Punk­ten.

Ent­spre­chend kurz ist die Lis­te der Ti­tel, die in­ner­halb die­ses Zei­t­raums ei­nen Kurs­ge­winn ver­buch­ten. An­ge­führt wur­de sie von den Ak­ti­en des Flug­zeug­bau-und Rüs­tungs­kon­zerns Eads (+11,9% auf 20.07 €), der von der Eu­ro­schwä­che pro­fi­tiert; Flug­zeu­ge wer­den tra­di­tio­nell in Dol­lar ab­ge­rech­net. Eads dürf­te auch in den kom­men­den Ta­gen für Neu­ig­kei­ten sor­gen, da der Kon­zern am heu­ti­gen Mitt­woch sei­ne Neu­jahrs­pres­se­kon­fe­renz durch­führt und sei­ne Flug­zeug­bau­to­ch­ter Air­bus am Mon­tag. In­ves­to­ren be­grüss­ten die gu­ten Ab­satz­zah­len der Au­to­bau­er Re­nault (+9,8% auf 49.34 €) und Peu­geot (+7,6% auf 32.25 €). Bei­de ver­buch­ten 2010 Ver­kaufs­re­kor­de. Re­nault wird je­doch mo­men­tan von ei­ner Spio­na­ge­af­fä­re er­schüt­tert: Drei rang­ho­he Ma­na­ger sol­len ge­hei­me In­for­ma­tio­nen über das Elek­tro­au­to-Pro­gramm wei­ter­ge­ge­ben ha­ben. Der Ho­tel­kon­zern Ac­cor (+3,6% auf 35.12 €) könn­te sich schon bald von sei­ner Be­tei­li­gung am Ca­si­no-und Lu­xus­ho­tel­be­trei­ber Grou­pe Lu­ci­en Bar­riè­re (GLB) in Hö­he von 49% tren­nen. Ac­cor be­stä­tig­te, ex­klu­siv mit Fi­ma­lac zu ver­han­deln, nach­dem der Bör­sen­gang von GLB im Herbst ge­schei­tert war.

Die Sor­gen über die Ver­schul­dung ei­ni­ger Eu­ro­staa­ten be­las­te­te Ban­ken­wer­te wie So­cié­té Gé­né­ra­le (–6,2% auf 40.41 €), Cré­dit Ag­ri­co­le (–4,3% auf 9.62 €) und BNP Pa­ri­bas (–4,1% auf 47.93 €). In­ves­to­ren zeig­ten sich die­se Wo­che mit Blick auf Sa­no­fi-Aven­tis (–0,5% auf 49.44 €) zu­rück­hal­ten­der, weil sie be­fürch­ten, dass der Phar­ma­kon­zern bei der an­ge­streb­ten Über­nah­me der US-Bio­tech-Fir­ma Gen- zy­me zu vie­le Zu­ge­ständ­nis­se macht (vgl. Sei­te 27). Der Stahl­kon­zern Ar­celor Mit­tal (–4,2% auf 27.03 €) kün­dig­te an, die Frist sei­nes Über­nah­me­an­ge­bots für Baf­fin­land Iron Mi­nes aus Ka­na­da bis zum 21. Ja­nu­ar zu ver­län­gern. Er will zu­dem sei­ne Edel­stahl­spar­te En­de Ja­nu­ar oder An­fang Fe­bru­ar an die Bör­se brin­gen. Die Ti­tel des Strom­ver­sor­gers EDF (–4,5% auf 30.46 €), des IT-Di­enst­leis­ters Cap Ge­mi­ni (–4,1% auf 34.28 €) und der Wer­be­grup­pe Pu­b­li­cis (–5,2% auf 37.55 €) wur­den von In­ves­to­ren ab­ge­straft, da Ana­lys­ten ver­schie­de­ner Ban­ken ih­re Emp­feh­lun­gen zu­rück­stuf­ten.

Aus­ser­halb des Cac40 sorg­ten Air Fran­ce-KLM (+5,4% auf 15.12 €) und Aé­ro­ports de Paris (–3,3% auf 58.76 €) für Wir­bel. Die Flug­ge­sell­schaft, die nach ei­ge­nen An­ga­ben durch das Schnee­cha­os im De­zem­ber Um­satz­ver­lus­te von 70 Mio. € er­litt, schliesst nicht aus, vom Flug­ha­fen­be­trei­ber Scha­dens­er­satz zu ver­lan­gen. Am Don­ners­tag ver­öf­fent­licht Car­re­four (+1,1% auf 32.40 €) Um­sat­zah­len für das vier­te Quar­tal 2010.

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