Bank­wer­te lei­den wei­ter

MA­DRID Schwä­cher

Finanz und Wirtschaft - - BÖRSEN EUROPA - AE

Spa­ni­ens Ak­ti­en­markt hat das neue Jahr mit ei­nem kräf­ti­gen Dämp­fer be­gon­nen. Die mit al­ler Macht zu­rück­ge­kehr­te Ver­trau­ens­kri­se um die Sol­venz der schwä­che­ren Eu­ro­län­der wie Spa­ni­en drück­te den Ibex35 in den zu­rück­lie­gen­den zwei Wo­chen um 3,3% auf 9582,10 Punk­te. Mit der ab­seh­bar not­wen­di­gen Un­ter­stüt­zung für Por­tu­gal sieht der Markt zu­se­hends auch Pro­ble­me für die Fi­nan­zie­rung der spa­ni­schen Staats­schuld. Das zu­min­dest drückt der wach­sen­de Zins­ab­stand ge­gen­über deut­schen zehn­jäh­ri­gen Staats­an­lei­hen (der­zeit 260 Ba­sis­punk­te) aus. Nach Mei­nung von Sa­xo Bank könn­te Spa­ni­en die EU im Mai um Hil­fe an­ru­fen müs­sen, falls die Fi­nan­zie­rungs­kos­ten wei­ter stei­gen; dann wird der Re­fi­nan­zie­rungs­be­darf be­son­ders gross sein.

Un­ter die­sen Be­fürch­tun­gen lit­ten er­neut die Bank­ti­tel, die be­reits 2010 kräf­tig Fe­dern lies­sen. Bank­in­ter stell­ten mit ei­nem Ver­lust von 7,6% auf 3.90 den zweit­schlech­tes­ten Per­for­mer im Leit­in­dex; aber auch Ban­co Po­pu­lar (–6,8% auf 3.62 €) und Ban­co Bil­bao Viz­ca­ya Ar­gen­ta­ria (–7,1% auf 7.07 €) ga­ben kräf­tig nach. Die Ak­ti­en des Rei­se­bu­chungs­be­trei­bers Ama­de­us ver­führ­ten nach kräf­ti­gen Kurs­ge­win­nen im ab­ge­lau­fe­nen Bör­sen­jahr zu Ge­winn­mit­nah­men (–6% auf 14.80 €).

Un­be­rührt von dem Stress um die Staats­an­lei­hen blieb der Wert der Flug­ge­sell­schaft Ibe­ria (+16,3% auf 3.69 €). Er hat­te 2010 dank der Fu­si­on mit Bri­tish Air­ways und den da­mit ver­bun­de­nen Wachs­tums­per­spek­ti­ven 68% zu­ge­legt und setz­te sei­nen Hö­hen­flug fort. Am 24. Ja­nu­ar wird es zur Erst­no­tiz der fu­sio­nier­ten Ge­sell­schaft un­ter dem Na­men In­ter­na­tio­nal Air­lines Group kom­men.

Die Ti­tel des Bau-und Im­mo­bi­li­en­kon­zerns Sa­cyr Val­le­her­mo­so, die 2010 gut 40% ih­res Werts ver­lo­ren, mach­ten Ter­rain wett (+10,1% auf 4.86 €): Die­ser Gross­ak­tio­när des Öl­kon­zerns Rep­sol YPF (–0,1% auf 13.55 €) pro­fi­tiert in­di­rekt auch von den neu­en Per­spek­ti­ven um die Öl­fun­de in Bra­si­li­en. Der Bau­kon­zern FCC (–7,4% auf 17.95 €) er­gat­ter­te in Spa­ni­en und Gross­bri­tan­ni­en neue Auf­trä­ge, was die Bör­se je­doch nicht ho­no­rier­te.

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