Sie­mens

Finanz und Wirtschaft - - BÖRSEN EUROPA - DM

Der Elek­tro­kon­zern Sie­mens hat auf dem Ger­man In­vest­ment Se­mi­nar der Co­ba in New York of­fen­bar ei­nen gu­ten Ein­druck auf die In­ves­to­ren ge­macht. Fi­nanz­vor­stand Joe Ka­e­ser er­klär­te am Mon­tag, der Auf­trags­ein­gang in al­len drei Kon­zern­di­vi­sio­nen (In­dus­trie, Ener­gie, He­alth­ca­re) dürf­te im lau­fen­den Ge­schäfts­jahr (per En­de Sep­tem­ber) über 10% zu­le­gen – und da­mit mehr, als bis­her am Markt er­war­tet wor­den war. Al­ler­dings blieb der Auf­trags­ein­gang im ers­ten Quar­tal un­ter dem Wert des Vor­quar­tals. Ein ähn­li­ches Bild er­gibt sich auch in der Um­satz­ent­wick­lung. Das Er­geb­nis aus den fort­ge­führ­ten Be­rei­chen soll im lau­fen­den Ge­schäfts­jahr rund 25 bis 35% zu­le­gen. Sie­mens peilt zu­dem ei­ne Ren­di­te auf das ein­ge­setz­te Ka­pi­tal (Roce) von 15 bis 20% an.

Ein Wer­muts­trop­fen sind die hö­he­ren Auf­wen­dun­gen für den Ab­schied von der un­pro­fi­ta­blen IT-Spar­te SIS, die mit Atos Ori­gin zu­sam­men­ge­legt wird. Ka­e­ser er­klär­te, zu­sätz­lich zu den Aus­glie­de­rungs­kos­ten von rund 300 Mio. € kä­men aus der Trans­ak­ti­on wei­te­re Ein­mal­be­las­tun­gen im mitt­le­ren bis ho­hen drei­stel­li­gen Mil­lio­nen­be­reich auf Sie­mens zu. Hier ist we­nigs­tens ein En­de mit Schre­cken zu er­war­ten. An­ders sieht es für das Ge­mein­schafts­un­ter­neh­men No­kia Sie­mens Net­works aus, wo sich der Tur­naround wei­ter in die Zu­kunft ver­schiebt. Auch Ge­sprä­che über den Ein­stieg ei­nes Fi­nanz­in­ves­tors sind bis­her nicht wei­ter ge­die­hen. Ab­ge­se­hen da­von kann sich Sie­mens aber nun auf die Ent­wick­lung des Kern­port­fo­li­os kon­zen­trie­ren. Bleibt der Rü­cken­wind aus der Kon­junk­tur er­hal­ten, ist den Ti­teln noch mehr zu­zu­trau­en. Seit Wo­chen­be­ginn stie­gen sie 2% auf 91.48 €.

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