Zwei­ge­teil­te Welt­wirt­schaft

Finanz und Wirtschaft - - PODIUM - HF

Auch die­ses Jahr ent­wi­ckelt sich die glo­ba­le Wirt­schaft mit zwei Ge­schwin­dig­kei­ten: Eher ge­mäch­lich kom­men die In­dus­trie­län­der vor­an, de­ren Wachs­tum und In­fla­ti­on durch die an­hal­ten­den Bi­lanz­re­pa­ra­tu­ren in über­schul­de­ten Län­dern wie den USA, Gross­bri­tan­ni­en, Spa­ni­en und Ir­land ge­bremst wird. Von an­de­rem Ka­li­ber ist das Wachs­tum in den Schwel­len­län­dern, de­ren Wirt­schaft, al­len vor­an in Chi­na, zu über­hit­zen droht und die In­fla­ti­on an­heizt.

Die­se Zwei­tei­lung er­schwert den An­la­ge­ent­scheid für In­ves­to­ren. An­ge­sichts der an­hal­tend tie­fen Zin­sen wer­de die Ren­di­te­jagd in den ent­wi­ckel­ten Volks­wirt­schaf­ten wei­ter­ge­hen, meint John Gre­en­wood, Chef­öko­nom von Inve­s­co. Er emp­fiehlt Zins­pro­duk­te wie Un­ter­neh­mens-und Hoch­zins­an­lei­hen so­wie «ren­ten­ähn­li­che» Ak­ti­en, sprich Ti­tel mit als si­cher er­ach­te­ter ho­her Di­vi­den­de.

In den Emer­ging Mar­kets dämp­fen die stei­gen­den Zin­sen und der In­fla­ti­ons­druck die At­trak­ti­vi­tät der Zins­pro­duk­te. Ak­ti­en­sei­tig drän­gen sich mit Blick auf die Wachs­tums­dy­na­mik Va­lo­ren von bin­nen­wirt­schaft­lich ori­en­tier­ten Un­ter­neh­men auf − al­ler­dings ist ih­re Be­wer­tung teil­wei­se be­reits hoch. Gre­en­wood sieht zwei Al­ter­na­ti­ven: in Dol­lar lau­ten­de EmMaStaats­an­lei­hen und Ak­ti­en von mul­ti­na­tio­na­len Kon­zer­nen mit star­kem En­ga­ge­ment in der auf­stre­ben­den Welt.

©Horsch

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