Car­ry Tra­de für Klein­an­le­ger

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Car­ry Tra­des bie­ten An­le­gern die Mög­lich­keit, von Zins­dif­fe­ren­zen zu pro­fi­tie­ren. Da­bei ist ei­ne sta­bi­le oder leicht stei­gen­de No­tie­rung der Car­ry-Tra­de-Wäh­rung zu er­war­ten, da sonst der hö­he­re Zin­s­er­trag vom Wech­sel­kurs­ver­lust zu­nich­te­ge­macht wer­den kann.

Cla­ri­den Leu hat zur­zeit zwei Car­ryF­loo­red-Floa­ter-Zer­ti­fi­ka­te in Zeich­nung, die die­se Idee durch An­la­gen in Wäh­run­gen von roh­stoff­rei­chen Na­tio­nen um­set­zen. An­ders als beim ef­fek­ti­ven Car­ry Tra­de wird die Geld­an­la­ge in der Hoch­zins­wäh­rung aber nicht über die Geld­auf­nah­me in ei­ner Tief­zins­wäh­rung fremd­fi­nan­ziert.

Der An­le­ger in­ves­tiert ei­ne be­stimm­te Sum­me in Fran­ken. Die­ser Be­trag wird von der Emit­ten­tin zur Rein­ves­ti­ti­on in ei­ne fest­ver­zins­li­che An­la­ge in aus­tra­li­schen Dol­lar ver­wen­det. Das zwei­te Pro­dukt ist in Dol­lar de­no­mi­niert und pro­fi­tiert von den ho­hen Zin­sen des bra­si­lia­ni­schen Re­als. So­mit kann ein mi­ni­ma­ler Cou­pon von jähr­lich 43⁄ in Fran­ken bzw. 6% in Dol­lar über ei­ne drei­jäh­ri­ge Lauf­zeit of­fe­riert wer­den. Der Cou­pon über­steigt die Min­dest­aus­zah­lung, falls der Drei­mo­nats­li­bor in Fran­ken (ak­tu­ell 0,17%) oder Dol­lar (ak­tu­ell 0,3%) die Schwel­le von 43⁄ bzw. 6% über­schrei­tet. Die Zin­sen müss­ten al­so mar­kant klet­tern, da­mit der Cou­pon hö­her aus­fie­le.

Der Pro­dukt­na­me Car­ry Floo­red Floa­ter darf aber nicht täu­schen, denn das Pro­dukt bie­tet kei­nen Ka­pi­tal­schutz. Die Rück­er­stat­tung des No­mi­nals am En­de der Lauf­zeit in Fran­ken oder Dol­lar ist ab­hän­gig von der pro­zen­tua­len Ent­wick­lung des bra­si­lia­ni­schen Re­als zum Dol­lar oder des aus­tra­li­schen Dol­lars zum Fran­ken. An Ge­win­nen oder Ver­lus­ten der Wech­sel­kurspaa­re par­ti­zi­piert der An­le­ger al­so eins zu eins. schul­dung), und zu­dem leis­tet man sich (noch) nicht den Lu­xus er­drü­cken­der So­zi­al­sys­te­me.

Ka­pi­tal als mo­bi­ler Fak­tor be­wegt sich da­hin, wo die höchs­ten rea­len Ren­di­te­chan­cen be­ste­hen. Da­bei spielt ne­ben in­tak­ten Wachs­tums­aus­sich­ten auch die Hö­he der Zin­sen ei­ne wich­ti­ge Rol­le. Volks­wirt­schaf­ten mit ei­nem ho­hen Zins­ni­veau lo­cken In­ves­to­ren an, was wie­der­um zu ei­nem Auf­wer­tungs­druck auf die Wäh­rung führt.

Vie­le auf­stre­ben­de Märk­te, wie et­wa Bra­si­li­en, ver­ei­nen ein kräf­ti­ges Wirt­schafts­wachs­tum mit ei­nem ho­hen Zins­ni­veau. Lang­fris­ti­ge Stu­di­en deu­ten denn auch dar­auf hin, dass sich die Wäh­run­gen von Schwel­len­län­dern in den nächs­ten Jahr­zehn­ten mas­siv auf­wer­ten wer­den. Gold­man Sachs hat in dem be­rühm­ten Be­richt aus dem Jahr 2003 «Drea­m­ing With Bric’s: The Path to 2050» ge­schrie­ben, dass sich «die rea­len Wech­sel­kur­se der Bric-Staa­ten (Bra­si­li­en, Russ­land, In­di­en und Chi­na) über die nächs­ten fünf­zig Jah­re bis zu 300% auf­wer­ten könn­ten, al­so durch­schnitt­lich 2,5% pro Jahr».

Aus­ser den Schwel­len­län­dern of­fe­rie­ren auch aus­ge­wähl­te ent­wi­ckel­te Län­der be­acht­li­che Wachs­tums­ra­ten und gleich-

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