«Bör­se sieht nicht al­le Chan­cen»

Finanz und Wirtschaft - - VORDERSEITE - RO­LAND KÜP­FER FORT­SET­ZUNG AUF SEI­TE 14

Herr Küp­fer, seit An­fang No­vem­ber wer­den über­durch­schnitt­lich ho­he Vo­lu­men in Ci­cor re­gis­triert. Wer ver­kauft? Ei­ni­ge In­ves­to­ren rea­li­sie­ren Ge­winn­mit­nah­men. Ei­ni­ge Al­t­ak­tio­nä­re ha­ben ih­re Be­tei­li­gung re­du­ziert, um an­de­re In­vest­ments ein­ge­hen zu kön­nen.

Gibt es Ve­rän­de­run­gen im Ak­tio­na­ri­at? Mel­de­pflich­ti­ge Schwel­len wur­den nicht über­schrit­ten. Mich freut, dass ei­ni­ge Kern­in­ves­to­ren Ak­ti­en zu­ge­kauft ha­ben. Wich­tig für mich ist zu­dem, dass der lang­fris­tig in­ves­tier­te An­ker­ak­tio­när HEB Swiss In­vest­ment sei­ne Be­tei­li­gung un­ver­än­dert ge­las­sen hat.

Es muss Sie doch in­ter­es­sie­ren, wenn in­ner­halb von drei Mo­na­ten über 18% des Ka­pi­tals die Hand wech­seln, nach­dem zu­vor kaum Ti­tel im Han­del wa­ren. Ci­cor hat sich in jüngs­ter Zeit zu ei­nem in­ter­na­tio­nal aus­ge­rich­te­ten Un­ter­neh­men ent­wi­ckelt. Die­ser Wan­del zieht an­de­re In­ves­to­ren an.

Der Kurs ist deut­lich avan­ciert. Wie in­ter­pre­tie­ren Sie das? Seit gut ei­nem Jahr er­füllt Ci­cor die in Aus­sicht ge­stell­ten Ve­rän­de­run­gen. Der Ka­pi­tal­markt hat ent­spre­chend freund­lich re­agiert. Der tie­fe Eu­ro be­las­tet zwar das Er­geb­nis, doch trotz­dem wer­den wir die Er­war­tun­gen der In­ves­to­ren er­fül­len.

Gibt es für den In­ves­tor re­le­van­te Ent­wick­lun­gen im Hin­ter­grund? Ste­hen Ak­qui­si­tio­nen un­mit­tel­bar be­vor? Ak­qui­si­tio­nen ge­hö­ren zu un­se­rer Tria­den­stra­te­gie. Sie ba­siert auf or­ga­ni­schem Wachs­tum, Ak­qui­si­tio­nen so­wie ei­nem stei­gen­den Um­satz mit gross­vo­lu­mi­gen Pro­jek­ten. In die­sem Zu­sam­men­hang prü­fen wir mög­li­che Un­ter­neh­mens­zu­käu­fe. In den USA be­zie­hen sie sich in ers­ter Li­nie auf die Ak­qui­si­ti­on neu­er Tech­no­lo­gi­en. In Asi­en wol­len wir wei­te­re Markt­seg­men­te zu­kau­fen so­wie die Ka­pa­zi­tä­ten er­wei­tern.

Wie ent­wi­ckeln sich die Pro­jek­te in Chi­na? Chi­na ist höchst in­ter­es­sant für Ci­cor. Der lo­ka­le Markt hat sich ge­wal­tig ge­wan­delt. Ne­ben den Gi­gan­ten der Elek­tro­nik­in­dus­trie braucht Chi­na im Pro­du­zen­ten­markt jetzt ver­mehrt Un­ter­neh­men mit un­se­rem Ge­schäfts­mo­dell. Mitt­le­re und grös­se­re Ge­sell­schaf­ten su­chen Part­ner wie Ci­cor, die über spe­zia­li­sier­te Pro­duk­ti­ons­tech­no­lo­gi­en ver­fü­gen.

Of­fen­bar po­si­tio­niert sich Ci­cor auch im Ge­schäft mit Kre­dit­kar­ten. Was sind die Plä­ne? Die Dünn­film­tech­no­lo­gie von Ci­cor lässt in­ter­es­san­te neue Mög­lich­kei­ten zu, die un­ter an­de­rem in Kre­dit­kar­ten zur An­wen­dung kom­men.

Wel­che Um­satz­vo­lu­men sind dort ab­seh­bar – 10 Mio. oder 50 Mio. Fr.? Ein sol­cher Um­satz ist mög­lich. Ent­schei­dend ist da­bei, wel­cher Sys­tem­in­te­gra­tor un­se­re Tech­no­lo­gie ein­setzt.

Die Fa­b­rik in Bou­dry steht mit­ten in ei­nem Wan­del. Die Ein­heit Bou­dry hat sich in den letz­ten vier­zehn Mo­na­ten mit ei­ni­gen lang­fris­ti­gen Qua­li­fi­ka­ti­ons­pro­jek­ten be­fasst, die jetzt ers­te Er­fol­ge zei­gen. Im Me­di­zi­nal­be­reich ha­ben wir an­spruchs­vol­le Pro­duk­te eta­bliert. Da­ne­ben ar­bei­ten wir an ei­ner

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