An­le­ger mit Tes­co un­zu­frie­den

LONDON Smith & Ne­phew äus­sert sich doch noch – Chi­na bremst Mi­nen­ak­ti­en – ARM im Hoch

Finanz und Wirtschaft - - BÖRSEN EUROPA - CP

Am Lon­do­ner Ak­ti­en­markt hat der Fo­kus er­neut auf den De­tail­händ­lern ge­le­gen, die Zah­len zum Weih­nachts­ge­schäft pu­bli­zier­ten. Wei­ter­hin schwankt der FTSE-100-In­dex um 6000 und konn­te die Mar­ke am Frei­tag nur ganz knapp hal­ten. Der In­dex ging auf 6002,1 aus dem Markt (–0,5% bin­nen Wo­chen­frist).

Am Bond­markt wur­de der Ent­scheid der Bank of En­g­land, den Zins auf dem re­kord­tie­fen Stand von 0,5% zu be­las­sen, oh­ne viel Auf­he­bens auf­ge­nom­men. Al­ler­dings steigt we­gen der nach wie vor ho­hen In­fla­ti­ons­ra­te die Wahr­schein­lich­keit, dass die Zin­sen eher frü­her als spä­ter er­höht wer­den (vgl. Sei­te 29). Die Ren­di­te der zehn­jäh­ri­gen Staats­an­lei­hen stieg um 10 Ba­sis­punk­te auf 3,61%.

Das Weih­nacht­sup­date des bri­ti­schen Le­bens­mit­tel­händ­ler Tes­co (Ak­ti­en: –5,6% auf 405,55 p) ent­täusch­te. Auf ver­gleich­ba­rer Ba­sis stieg der Um­satz in bri­ti­schen Lä­den (zwei Drit­tel des Um­sat­zes) in den sechs Wo­chen bis 8. Ja­nu­ar um 0,6%. Der Grup­pen­um­satz wuchs welt­weit um 7,6%. Im bri­ti­schen Markt war Sains­bu­ry (–3% auf 379,7 er­folg­rei­cher mit ei­nem Zu­wachs von 3,6%, der al­ler­dings in ei­nem dop­pelt so lan­gen Zei­t­raum er­zielt wur­de. Sains­bu­ry ist drauf und dran, punk­to Markt­an­teil die Toch­ter des US-Kon­kur­ren­ten Wal-Mart Sto­res zu über­run­den.

Er­neut Ge­sprächs­the­ma war der Me­di­zi­nal­tech­nik­kon­zern Smith & Ne­phew (+5,4% auf 685 p), nach­dem die Ta­ges­zei­tung «Dai­ly Te­le­graph» am Frei­tag be­rich­te­te, der US-Kon­kur­rent Bio­met be­rei­te ei­ne Über­nah­me vor. An­ders als zu Wo­chen­be­ginn blieb S&N nicht stumm. Der Zei­tungs­be­richt wur­de zu­rück­ge­wie­sen. Das Un­ter­neh­men sei nicht in Ge­sprä­che in­vol­viert, die zu ei­ner Fu­si­on oder ei­ner Über­nah­me füh­ren wür­den, teil­te Smith Ne­phew mit. So sieht es da­nach aus, als hät­te S&N mo­men­tan kein An­ge­bot auf dem Tisch, auch nicht von John­son & John­son (vgl. FuW vom Mitt­woch).

Ak­ti­en von Berg­bau­un­ter­neh­men wie Ang­lo Ame­ri­can (+0,6% auf 3300 p) und Xstra­ta (–0,4% auf 1495 p)stan­den am Frei- tag auf der Ver­kaufs­lis­te. Grund war die Er­hö­hung der Ein­la­gen­er­forder­nis­se für die Ge­schäfts­ban­ken in Chi­na zum vier­ten Mal in et­was mehr als zwei Mo­na­ten, um die In­fla­ti­on im Zaum zu hal­ten. Als Re­ak­ti­on dar­auf san­ken die Kur­se der Mi­nen­kon­zer­ne, was meist nur die Ge­win­ne von zu Be­ginn der Wo­che schmä­ler­te. Rio Tin­to (+0,2% auf 4436 p) muss sich bei der ver­such­ten Über­nah­me von Ri­vers­da­le, ei­nem Koks­koh­le­pro­du­zen­ten, auf Wi­der­stand ge­fasst mach­ten. Der Ri­vers­da­leMi­tak­tio­när, die in­di­sche Ta­ta Steel, mach­te am Frei­tag klar, die 24%-Be­tei­li­gung sei stra­te­gisch und un­ver­käuf­lich.

Für Ak­ti­en des Chip­de­si­gners ARM Hol­dings (+15,4% auf 530,5 p) be­deu­te­te das Er­geb­nis des US-Halb­lei­ter­pro­du­zen­ten In­tel ei­nen neu­en Schub. Nicht, dass es die Ti­tel nö­tig ge­habt hät­ten. In den letz­ten zwölf Mo­na­te hat sich der Kurs des Tech­no­lo­gie­un­ter­neh­mens ver­zwei­ein­halb­facht. Erst vor ei­ner Wo­che war zu­dem be­kannt­ge­wor­den, dass der US-Soft­ware­gi­gant Mi­cro­soft ei­ne Win­dows-Ver­si­on für neu­ar­ti­ge Tablet-Com­pu­ter plant, die auf dem De­sign von ARM ba­sie­ren.

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